Das Chorgestühl

Begriffserklärung und Herkunft

Das Chorgestühl bezeichnet die für den Chor der Kleriker, Kanoniker oder Mönche bestimmten Sitzreihen in einer Kirche. Es befindet sich meist an den Längsseiten des Chorraums und ist häufig kunstvoll aus Holz gefertigt. Besonders in Kloster-, Stifts- und Domkirchen entwickelte sich das Chorgestühl zu einem bedeutenden Element der Kirchenausstattung.

Verankerung im Bistum Essen

Im Bistum Essen finden sich Chorgestühle vor allem in historischen Kirchen, Klöstern und im Essener Dom. Sie erinnern an die Tradition des gemeinschaftlichen Stundengebets von Geistlichen und Ordensleuten und sind oftmals wertvolle Zeugnisse sakraler Kunst und Handwerkskunst.

Rolle in der Liturgie

Das Chorgestühl dient den Teilnehmern des Chorgebets als Sitzplatz während des Stundengebets und anderer liturgischer Feiern. Von dort aus werden Psalmen, Lesungen und Gebete gemeinsam verrichtet. Seine Anordnung fördert den Wechselgesang und die gemeinschaftliche Feier der Liturgie.

Spirituelle Dimension und Symbolik

Das Chorgestühl steht für die Gemeinschaft der Betenden und die Kontinuität des kirchlichen Gebets. Die einander gegenüberliegenden Sitzreihen symbolisieren die gemeinsame Ausrichtung auf Gott und unterstützen die Form des gemeinsamen Psalmengebets. In vielen Klöstern bildet das Chorgestühl bis heute das Zentrum des täglichen Chorgebets.

Kernaspekte im Überblick

  • Name und Ursprung: Sitzreihen für Kleriker, Kanoniker oder Mönche im Chorraum einer Kirche
  • Funktion und Zweck: Platz für das gemeinschaftliche Stundengebet und andere liturgische Feiern
  • Bedeutung im Bistum Essen: Bestandteil historischer Kirchen, Klöster und des Essener Doms
  • Liturgische Präsenz: Nutzung bei Chorgebet, Stundengebet und feierlichen Gottesdiensten
  • Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Oft kunstvoll geschnitzt und von hoher kunsthistorischer Bedeutung

Siehe auch:Chor, Chorgebet, Stundengebet.