Die Cappa
Begriffserklärung und Herkunft
Die Cappa ist ein weit geschnittener Mantelumhang mit Kapuze, der als Chorgewand von Würdenträgern der katholischen Kirche getragen wird. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (cappa = Mantel, Umhang). Die Farbe der Cappa richtet sich nach dem kirchlichen Rang: Bischöfe tragen sie in Violett, Kardinäle in Rot.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen gehört die Cappa zur traditionellen Amtstracht höherer Geistlicher. Sie kann bei besonderen kirchlichen Anlässen, Chorgebeten oder feierlichen Zeremonien getragen werden. Im heutigen kirchlichen Alltag wird sie jedoch deutlich seltener verwendet als in früheren Jahrhunderten.
Rolle in der Liturgie
Die Cappa ist ein Chorgewand und kein Messgewand. Sie wird bei bestimmten liturgischen Feiern, Prozessionen oder offiziellen kirchlichen Anlässen getragen, wenn der Würdenträger nicht selbst der Hauptzelebrant der Eucharistiefeier ist. Ihre Verwendung unterstreicht die Würde des kirchlichen Amtes.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Die Cappa symbolisiert die Würde des kirchlichen Dienstes und die besondere Verantwortung ihrer Träger. Historisch erinnert sie an die Entwicklung kirchlicher Amtstracht und an die Verbindung von geistlichem Amt und liturgischer Repräsentation.
Von besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung ist die Cappa des heiligen Martin von Tours. Sie wurde als Reichskleinod aufbewahrt und gab einem Aufbewahrungsort ihren Namen: Aus cappa entwickelte sich die Bezeichnung capella („Kapelle“), und daraus wiederum capellanus („Kaplan“).
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Lat. cappa = Mantel, Umhang
- Funktion und Zweck: Chorgewand kirchlicher Würdenträger
- Bedeutung im Bistum Essen: Bestandteil traditioneller bischöflicher Amtstracht
- Liturgische Präsenz: Verwendung bei Chorgebeten und feierlichen Anlässen
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Ursprung der Begriffe Kapelle (capella) und Kaplan (capellanus)