Der Binnenchor
Begriffserklärung und Herkunft
Der Begriff Binnenchor bezeichnet den inneren, zentralen Bereich des Chorraums einer Kirche, der von einem Chorumgang umgeben ist. Der Ausdruck setzt sich aus „binnen“ (innen gelegen) und „Chor“ zusammen und verweist auf die Lage innerhalb der Kirchenarchitektur. Der Binnenchor ist Teil der mittelalterlichen Kirchenbaukunst, insbesondere in großen Kathedralen und Stiftskirchen.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen kommt der Binnenchor vor allem in historisch bedeutenden Kirchenbauten vor, die sich an mittelalterlichen Architekturformen orientieren. Er ist Teil des baulichen und liturgischen Erbes, das auch im Ruhrgebiet in einzelnen Kirchen erhalten ist. Seine Gestaltung verweist auf die historische Entwicklung kirchlicher Räume und deren Nutzung.
Rolle in der Liturgie
Der Binnenchor ist ein zentraler Ort für die Feier der Liturgie. Hier befinden sich in der Regel das Chorgestühl für Klerus oder Ordensgemeinschaften sowie der Hauptaltar. Die räumliche Abgrenzung durch Chorschranken oder Chorgitter unterstreicht die besondere Funktion dieses Bereichs innerhalb der Kirche und strukturiert den liturgischen Ablauf.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Der Binnenchor symbolisiert den besonders heiligen Bereich der Kirche, in dem sich die liturgische Mitte des Gottesdienstes vollzieht. Die räumliche Trennung vom Umgang verweist auf die Unterscheidung zwischen verschiedenen Bereichen des Kirchenraums. Gleichzeitig steht der Binnenchor für die Ausrichtung der Gemeinde auf den Altar und damit auf die Gegenwart Gottes.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Innerer Chorraum; architektonischer Begriff aus der Kirchenbaukunst
- Funktion und Zweck: Zentraler Bereich für Altar und Chorgestühl
- Bedeutung im Bistum Essen: Bestandteil historischer Kirchenarchitektur
- Liturgische Präsenz: Ort zentraler liturgischer Handlungen
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Abgrenzung durch Chorgitter oder Chorschranken