Die Arkade
Begriffserklärung und Herkunft
Der Begriff Arkade (französisch arcade, abgeleitet vom lateinischen arcus = Bogen) bezeichnet in der Architektur einen auf Pfeilern oder Säulen ruhenden Bogen. In der Regel wird damit eine fortlaufende Reihe solcher Bogenstellungen, eine sogenannte Arkatur, umschrieben. Historisch wurde das Motiv bereits in der Antike, prominent bei den Römern (z.B. bei Aquädukten), eingesetzt. Im christlichen Kirchenbau erlangte die Arkade zentrale Bedeutung als tragendes System, insbesondere zur Gliederung des Mittelschiffs, wo sie in romanischer Bauweise meist als Rundbogen, in der Gotik als Spitzbogen ausgeführt wurde.
Verankerung im Bistum Essen
Als Gründungsbistum von 1958 ist das Bistum Essen flächenmäßig das kleinste Deutschlands, liegt aber inmitten einer historisch reichen Industrieregion. Sakralbauten im Ruhrbistum, die aus vor-diözesaner Zeit stammen oder in traditionellen Stilen errichtet wurden, wie der Essener Dom (einstige Stiftskirche), weisen selbstverständlich Arkaden auf. Sie sind dort ein strukturelles und ästhetisches Element der historischen Bausubstanz.
Rolle in der Liturgie
Die Arkade selbst hat keine direkte, funktionelle Rolle in der Liturgie im Sinne einer liturgischen Handlung oder eines Sakralgeräts. Ihre Bedeutung ist rein architektonisch. Als Gliedelungselement trennt die Arkadenreihe das Hauptschiff von den Seitenschiffen, was die Hierarchie und Organisation des Kirchenraums widerspiegelt. Die Gestaltung des Kirchenraumes prägt jedoch die Atmosphäre und somit indirekt das Erleben der Liturgie.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Im übertragenen Sinne kann die Arkade spirituell gedeutet werden. Als eine Reihe von Bögen, die einen Übergang schaffen, symbolisiert sie den Weg des Gläubigen vom Irdischen zum Himmlischen, vom dunklen Seitenschiff zum lichtdurchfluteten Altarraum. Die rhythmische Wiederholung der Bögen vermittelt Stabilität und Ewigkeit, was auf die Unveränderlichkeit und Verlässlichkeit Gottes verweist. Bögen gelten in der christlichen Symbolik generell als Verbindung zwischen Himmel und Erde, wobei die Arkade in ihrer Reihung eine unterstützende, aber offene Struktur bildet, die Einblick und Durchgang gewährt.
Kernaspekte im Überblick
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Name und Ursprung: Von lat. arcus (Bogen); Architekturmotiv aus der Antike.
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Funktion und Zweck: Tragendes und gliederndes Element im Kirchenbau, trennt Haupt- von Seitenschiffen.
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Bedeutung im Bistum Essen: Architektonischer Bestandteil historischer Kirchen (z.B. Essener Dom) ohne spezifische regionale Sonderbedeutung.
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Liturgische Präsenz: Indirekt durch die Gestaltung des Kirchenraumes, aber keine direkte liturgische Rolle.