Approbieren
Begriffserklärung und Herkunft
Der Begriff Approbieren leitet sich vom lateinischen Verb approbare ab, was so viel bedeutet wie billigen, gutheißen, anerkennen oder zulassen. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Approbation die staatliche Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung eines Berufes, beispielsweise in der Medizin. Im kirchlichen, insbesondere römisch-katholischen Kontext, bezeichnet Approbation die förmliche kirchliche Bestätigung oder Genehmigung einer Handlung, eines Textes, einer Person oder einer Einrichtung durch die zuständige kirchliche Autorität. Historisch gesehen entwickelte sich die Approbation als ein wichtiges Instrument der kirchlichen Aufsicht und Qualitätssicherung, besonders im Bereich der Theologie, der Liturgie und der Seelsorge.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen spielt der Begriff Approbation eine konkrete Rolle in verschiedenen administrativen und seelsorgerischen Bereichen. Ein zentrales Anwendungsfeld ist die Approbatio ad confessiones (Beichtvollmacht) und die Approbatio ad sacra praedicanda (Predigtvollmacht). Priester und Diakone erhalten diese Approbation von ihrem Ortsordinarius, um die Sakramente gültig und erlaubt zu spenden und öffentlich zu predigen. Auch die Genehmigung neuer liturgischer Texte, Statuten kirchlicher Einrichtungen oder die Zulassung von Theologen zur Lehrtätigkeit an der Folkwang Universität der Künste fallen unter den Begriff. Die lokale Kirchenordnung und die "Hamborner Synode" (eine wichtige Bistumssynode von 1970–1972) haben die Zuständigkeiten und Verfahren für solche Approbationen im Ruhrbistum präzisiert und dezentralisiert.
Rolle in der Liturgie
Liturgisch ist die Approbation unerlässlich für die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente und der öffentlichen Gottesdienstfeier. Ohne die Approbation des zuständigen Bischofs oder des Heiligen Stuhls dürfen keine neuen Messformulare, Gesangbücher oder liturgische Bräuche eingeführt werden. Dies sichert die Einheitlichkeit und Rechtgläubigkeit der römischen Liturgie in der Weltkirche und damit auch im Bistum Essen. Die Approbation von Beichtvätern ist dabei der bekannteste direkte liturgische Bezug: Sie garantiert den Gläubigen, dass der Priester befugt ist, im Namen der Kirche Sünden zu vergeben.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Spirituell symbolisiert die Approbation die legitime Sendung und die Einheit mit dem Bischof und der Gesamtkirche. Sie ist ein Zeichen dafür, dass die ausgeübte Tätigkeit oder die verwendeten Materialien im Einklang mit der kirchlichen Lehre und Ordnung stehen. Die Approbation verleiht den Seelsorglichen Handlungen Autorität und Gültigkeit. Für Gläubige ist sie ein Symbol der Verlässlichkeit und der Gewissheit, dass sie durch approbierte Amtsträger oder Texte den Heilswillen Gottes in rechter Form empfangen. Die spirituelle Bedeutung liegt in der Ordnung, die dem Chaos entgegenwirkt und der Vergewisserung, dass kirchliches Handeln nicht privat, sondern gemeinschaftlich und im Auftrag Christi geschieht.
Kernaspekte im Überblick
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Name und Ursprung: Approbieren; lateinisch approbare (billigen, anerkennen).
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Funktion und Zweck: Förmliche kirchliche Genehmigung zur Qualitätssicherung und Sicherung der Rechtgläubigkeit und Ordnung.
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Bedeutung im Bistum Essen: Erteilung der Beicht- und Predigtvollmacht (Approbation ad confessiones/praedicanda) an Priester und Diakone durch den Bischof.
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Liturgische Präsenz: Unerlässlich für die Erlaubtheit der Sakramente und die Einführung neuer liturgischer Texte.