Wissenschaftler suchen Kontakt zu Missbrauchs-Betroffenen

Für die neue Studie zu sexuellem Missbrauch im Bistum Essen bitten die Forscher Betroffene, sich zu melden. Betroffene können die Studie zudem als Mitglieder eines speziellen Gremiums begleiten.

Für die  neue Studie zu sexuellem Missbrauch im Bistum Essen suchen die Wissenschaftler des Münchener Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) Menschen, die durch Mitarbeitende des Bistums Essen sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen erlitten haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Geistliche, sonstige im kirchlichen Dienst beschäftigte oder ehrenamtliche Mitarbeitende handelt.

Betroffene könnne sich per E-Mail oder telefonisch melden

Betroffene können sich per E-Mail an Aufruf@ipp-muenchen.de wenden. Für eine Rückmeldung bitten die Wissenschaftler um die Angabe des Namens und einer Telefonnummer. Alternativ können sich Betroffene im Zeitraum von Dienstag, 10. März, bis Donnerstag, 9. April jeweils dienstags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0151/457 298 12 auch telefonisch melden.

Begleitgremium begleitet die wissenschaftliche arbeit an der Studie des IPP

Zudem suchen die Wissenschaftler Betroffene, die die Studie in einem Begleitgremium unterstützen möchten. Bislang gehören dem Gremium Wissenschaftler des IPP sowie Vertreter des Bistums an. Dem IPP und dem Bistum Essen ist jedoch sehr daran gelegen, dass diesem Gremium auch Betroffene angehören. Das IPP bittet daher Menschen, die sexualisierte Übergriffe durch Mitarbeitende des Bistums Essen erlitten haben und sich eine Mitwirkung in dem Gremium vorstellen können, sich mit einer E-Mail an begleitgremium@ipp-muenchen.de und der Angabe von Name und Telefonnummer zu melden. Das IPP wird mit allen Interessenten Kontakt aufnehmen und die Möglichkeiten der Beteiligung absprechen.

Alle Angaben und Daten werden streng vertraulich behandelt und nach Abschluss der Studie gelöscht, betonen die Wissenschaftler. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IPP und des Partnerinstituts Dissens verfügen über umfangreiche Erfahrungen im Kontakt sowie in Gesprächen mit von sexualisierter Gewalt betroffenen Menschen. Auf Wunsch vermitteln sie Betroffene an Beratungsstellen Bistum Essen weiter oder stellen – ebenfalls nur auf Wunsch – den Kontakt zu den Missbrauchsbeauftragten im Bistum Essen her.

Auch Ansprechpersonen des Bistums stehen Missbrauchs-Betroffenen weiterhin zur Verfügung

Unabhängig von der Studie stehen diese beiden Ansprechpersonen auch weiterhin allen Menschen zur Verfügung, die Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Bistum Essen gemacht haben:

  • Angelika von Schenk-Wilms, Zwölfling 16, 45127 Essen, Tel.: 0151/571 500 84, E-Mail
  • Karl Sarholz, Zwölfling 16, 45127 Essen, Tel.: 0171/3 16 59 28, E-Mail

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

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