von Thomas Rünker

Weitere Förderung für die Umnutzung von St. Michael

Nach einem Jahr intensiver Planungen mit Gemeindemitgliedern, Architekten und weiteren Fachleuten bleibt die Oberhausener Kirche ein weiteres Jahr im vom Land NRW geförderten Unterstützungsprogramm „Zukunftskonzept Kirchenräume“.

Für die denkmalgeschützte Kirche St. Michael im Oberhausener Knappenviertel sucht die Pfarrei eine neue Nutzung.

Das Unterstützungsprogramm „Zukunftskonzept Kirchenräume“ finanziert unter anderem einen Architekten als Projektbetreuer

Nun wird St. Michael ein weiteres Jahr gefördert, um das Konzept einer künftigen Nutzung als Wohnhaus auszuarbeiten

Zuschlag für St. Michael: Bei den Planungen für eine künftige neue Nutzung der denkmalgeschützten Kirche im Oberhausener Knappenviertel wird die Pfarrei St. Marien ein weiteres Jahr durch das vom Land NRW geförderte Unterstützungsprogramm „Zukunftskonzept Kirchenräume“ betreut. Das hat nun eine Fachjury für das Projekt des Vereins Baukultur NRW entschieden. St. Michael ist damit eines von NRW-weit fünf Kirchenprojekten, das weiter gefördert wird.

Auf einen landesweiten Aufruf hatten sich vor zwei Jahren zunächst 21 Kirchengemeinden, Pfarreien und bürgerschaftlich Engagierte mit ihren Kirchengebäuden um eine Unterstützung beworben. Seinerzeit wurden St. Michael und sieben weitere Projekte ausgewählt und ein Jahr lang bei der Entwicklung eines neuen Konzepts für die bauliche Anpassung oder Umnutzung der Kirchen-Immobilien von Baukultur NRW unterstützt.

Nach der Jury-Entscheidung kommen nun neben St. Michael folgende weitere vier Kirchen in den Genuss der verlängerten Unterstützung:

  • St. Johann Baptist, Krefeld (Katholische Kirchengemeinde Maria Frieden)
  • Pauluskirche, Gelsenkirchen-Bulmke (Evangelische Apostel Kirchengemeinde in Kooperation mit dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium)
  • St. Barbara, Neuss (Kath. Kirchengemeinde St. Marien im Kirchenverband Neuss-Mitte)
  • Lukaskirche, Köln-Porz (Evangelische Kirchengemeinde Porz)

Landesförderung finanziert einen Architekten

Kern der Förderung ist ein permanenter, vom Landesprojekt finanzierter Projektbetreuer. Für St. Michael koordiniert Architekt Peter Lammsfuß vom Bochumer Büro „ZWO+“ die Projektgruppe, die an neuen Nutzungsmöglichkeiten für die 1929 eröffnete und von der Pfarrei St. Marien in Zukunft als Gotteshaus nicht mehr benötigte Kirche arbeitet. Neben Pfarrer Thomas Eisenmenger und mehreren Gemeindemitgliedern engagieren sich auch der Strategiedezernent der Stadt Oberhausen, Ralf Güldenzopf, der Bistums-Architekt Michael Schürmann und Andreas von Scheven als Vertreter der Unteren Denkmalbehörde.

Mögliche neue Nutzung als Wohnhaus

„Zukunft – Kirchen – Räume“

Der Verein Baukultur NRW erwartet, dass langfristig bis zu 30 Prozent der Kirchengebäude von Leerstand betroffen sein werden. „Diese Räume zu erhalten und in angemessener Weise an die Veränderungen anzupassen, ist ein wichtiges baukulturelles Anliegen und eine große Herausforderung – nicht nur für die betroffenen Kirchengemeinden, sondern auch für unsere Gesellschaft als Ganzes“, schreibt der vom Land NRW finanzierte Verein. Alle Informationen zum Projekt und zahlreiche Beispiele für neu genutzte Kirchen – auch aus dem Bistum Essen – gibt es auf www.zukunft-kirchen-raeume.de.

Gemeinsam haben sie der Jury ein erstes Konzept für die Zukunft der Kirche St. Michael vorgelegt. Demnach könnte es künftig unter anderem Wohnungen im heutigen Kirchenraum geben. Auch die benachbarten Grundstücke und Gebäude sollen in dieses Konzept einbezogen werden. „Die Lage des Grundstücks, die teilweise gute Bausubstanz, der Bedarf an Kita-Plätzen, Wohnraum und betreutem Wohnraum sowie dazugehörige Begegnungsräume stehen für ein hohes Potential auf dem untersuchten Grundstück / im Kirchengebäude“, heißt es im Fazit des Zwischenberichts von Architekt Lammsfuß. So sollen die eindrucksvolle Backsteinfassade und der markante Turm an der Falkensteinstraße auch in Zukunft das Stadtbild des Knappenviertels prägen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Jury unsere bisherigen Überlegungen offenbar überzeugt haben und St. Michael nun ein weiteres Jahr von der Landes-Förderung profitieren kann“, sagt Thomas Eisenmenger, Pfarrer von St. Marien, zu der die Gemeinde St. Michael gehört. „Nun werden wir die Überlegungen in der Projektgruppe weiter ausarbeiten, um dann einen Investor zu finden, der zusammen mit uns und unseren Partnern eine neue Nutzung für die Michaelkirche realisiert.“ 

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