von Thomas Rünker

Weihbischof Schepers segnet beim Jugendwerk „die kurbel“ neue Lager- und Logistik-Werkstatt

Vom Trainings-Lager ins echte Berufsleben: Weihbischof Schepers hat am Montag in Oberhausen die neue Werkstatt im Jugendwerk „die kurbel“ gesegnet, die Menschen für den Arbeitsmarkt Logistik qualifiziert. Außerdem hat Schepers die neuen Beratungsräume in Oberhausen-Sterkrade besucht und das Café „Reset“, das in Alt-Oberhausen junge Menschen mit den verschiedensten Schwierigkeiten betreut.

Wer in den Werkstätten oder Büros des katholischen Jugendwerks „die kurbel“ in Oberhausen Kopierpapier oder Reinigungsmittel benötigt, vielleicht auch Werkzeug, Kaffee oder flüssige Handseife, der landet ab sofort im Team von Jacky und Matthias. Die beiden sind zwei von dutzenden Mitarbeitenden, die im neuen Bereich „Lager und Logistik“ der „kurbel“ qualifiziert werden, um von dort aus in eine Berufsausbildung, eine Weiterbildung oder ein anderes festes Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden.

Training im echten Lager für die Logistik am „kurbel“-Standort Hasenstraße

Weihbischof Ludger Schepers hat den neu eingerichteten Bereich am Standort Hasenstraße im Stadtteil Klosterhardt am Montag besucht und die Räume gesegnet. Besonders sei, „dass das hier ein echtes Lager ist“, sagt Ausbilder Marco Adolphs. Die Arbeit mit echten Produkten – im Lager liegen derzeit rund 300 Artikel – Originalbestellungen und der fristgerechten Auslieferung an die anderen „kurbel“-Einrichtungen am Standort seien für die Klientinnen und Klienten sehr motivierend. Unter seiner Regie sind im neuen Lager entweder Jugendliche und junge Erwachsene tätig, die im Rahmen einer „Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme“ qualifiziert werden – oder ältere Erwachsene, die im Angebot „Kompass Plus“ zum Beispiel nach einer Langzeitarbeitslosigkeit oder mit gesundheitlichen Einschränkungen wieder an einen Berufsalltag herangeführt werden.

Der Bedarf an qualifizierten Lager- und Logistik-Beschäftigten sei jedenfalls gegeben, weiß man bei der „kurbel“ – zum Beispiel durch unzählige private Online-Bestellungen. Zudem lernen die Leute in Adolphs Team nicht nur, wie Bestellungen im Computer verbucht und Kartons richtig im Regal verstaut werden – an „Praxistagen“ können sie auch echte Unternehmen kennenlernen, um sich dort zu empfehlen. Außerdem können sie den „Mitgänger-Flurförderschein“ machen, um mit „Ameisen“ in einem Lager auch Paletten transportieren zu können.

Neues Beratungszentrum in ehemaligen Pfarrei-Räumen mitten in Sterkrade

WhatsApp-Kanal des Bistums Essen

Neben dem Standort Hasenstraße besuchte der Weihbischof auch den neuen „kurbel“-Standort Klosterstraße 21 im Herzen von Oberhausen-Sterkrade. Dort hat das Jugendwerk im vergangenen Jahr das ehemalige Verwaltungsquartier der Pfarrei St. Clemens übernommen und zwei zentrale Beratungsprogramme beheimatet, die durch das ‎Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF ‎Plus) gefördert werden:‎ Bei „SITAO Plus“ geht es um Unterstützung für Familien, Alleinerziehende und ‎Eltern mit Einschränkungen. Dieses Angebot hilft niederschwellig bei ‎Behördengängen, finanziellen Sorgen oder der Suche nach Kita-Plätzen. Das Programm „NEO“ hilft in Kooperation mit dem Bildungszentrum ZAQ Zugewanderten aus anderen EU-Ländern, in Oberhausen Fuß zu fassen. Durch den Umzug in das Zentrum von Sterkrade sind beide Angebote für Ratsuchende nun ‎deutlich besser erreichbar. Die „kurbel“ deckt dabei die nördlichen Stadtbezirke Oberhausens ab und stellt zusammen mit den Partnern Caritas (Osterfeld) und ZAQ (Altstaden/Lirich) die Versorgung ‎im gesamten Stadtgebiet sicher.‎

Café Reset als niederschwelliges Angebot für junge Leute

Als dritten Punkt seines „kurbel“-Besuchs schaute Schepers im Projektcafé „Reset“ vorbei. Dieses Angebot an der Mülheimer Straße im Marienviertel in Alt-Oberhausen richtet sich an junge Erwachsene bis 25 Jahre, die mit Wohnungslosigkeit, Sucht, Schulden und anderen Schwierigkeiten konfrontiert sind. In dem offenen Treff stehen den Gästen Freizeitangebote zur Verfügung sowie die Nutzung von Waschmaschine und Trockner. Es gibt kostenlose Frühstücks- und Mittagessen-Angebote, Kochgruppen und verschiedene Beratungsangebote, um den jungen Menschen Wege aus ihren verschiedenen Problemlagen aufzuzeigen und sie bei Bedarf zu unterstützen.

Ansprechpartner

Referent des Weihbischofs und für Orden und Geistliche Gemeinschaften

Hieronymus Meßing

Zwölfling 16
45127 Essen

Pressestelle Bistum Essen

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