von Thomas Rünker

Von Uruguay in die Schweiz: Erzbischof Martin Krebs wird Vatikan-Botschafter in Bern

Papst Franziskus hat Krebs zum neuen Nuntius für die Schweiz und Liechtenstein ernannt. 64-jähriger Erzbischof machte einst sein Abitur am Bischöflichen Gymnasium am Stoppenberg und war Kaplan in Duisburg.

Papst Franziskus hat den aus Essen stammenden Erzbischof Martin Krebs zum neuen Nuntius in der Schweiz ernannt. Das hat der Vatikan am Mittwoch bekannt gegeben. Der 64-jährige Krebs – aktuell noch in Uruguay im Einsatz – ist seit vielen Jahren überall auf der Welt als Diplomat für die katholische Kirche unterwegs.

Abitur am Bischöflichen Gymnasium am Stoppenberg

Nach seinem Abitur am Bischöflichen Gymnasium am Stoppenberg in Essen, dem Theologie-Studium in Bochum und Rom und seiner Priesterweihe 1983 in Rom war Krebs Mitte der 1980er Jahre zunächst als Kaplan in der Duisburger Pfarrei St. Joseph tätig. Ab 1987 begann Krebs dann sein Studium an der Päpstlichen Diplomatenakademie in Rom und wurde 1991 auf seinen ersten Einsatz an die Nuntiatur im ostafrikanischen Burundi entsandt. Es folgten Stationen in den Vatikan-Botschaften in Japan, Österreich, Tschechien, bei der EU in Brüssel und in den Vereinigten Staaten. 2008 ernannte Papst Benedikt XVI. Krebs zum Erzbischof und sandte ihn als Nuntius in die westafrikanischen Staaten Giunea und Mali, bevor Krebs 2013 von Papst Franziskus nach Neuseeland entsandt wurde. Von dort aus übernahm der Erzbischof auch die diplomatische Vertretung der Kirche für Gebiete wie die Cook-Inseln, Kiribati, Palau, Fidschi, Samoa, Vanuatu und Tonga. 2018 wechselte Krebs schließlich ins südamerikanische Uruguay.

Erzbischof Krebs betreut nun auch Liechtenstein

Künftig wird Krebs nun so heimatnah eingesetzt wie lange nicht. Rund ein Drittel der 8,6 Millionen Schweizer ist Mitglied der römisch-katholischen Kirche, die in sechs Bistümer gegliedert ist und unter anderem in der Abtei St. Maurice im Rhone-Tal das älteste durchgehend besiedelte Kloster des Abendlandes beherbergt. Zudem gehört künftig das Fürstentum Liechtenstein zu Krebs‘ Amtsbezirk, in dem die katholische Kirche verfassungsgemäß den Status der Landeskirche im Sinne einer Staatskirche hat. Seit 1997 gibt es für die rund 25.000 Katholiken in Liechtenstein – etwa drei Viertel der Bevölkerung – ein eigenes Bistum, es ist eines der kleinsten Bistümer weltweit. Bis zur Errichtung der Erzdiözese Vaduz war Liechtenstein seit der Antike Teil des schweizer Bistums Chur.

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