Verein "Wellcome“ hilft Familien mit Neugeborenen

Zum elften Geburtstag des Vereins kamen Bischof Overbeck und Oberbürgermeister Kufen ins katholische Stadthaus

Neu in die Stadt gezogen, dann wird das Baby geboren, und keiner ist in Sicht, der der jungen Familie unter die Arme greifen könnte: In Fällen wie diesen hilft der Verein „Wellcome“. „Wellcome im Bistum Essen“ hat am Donnerstag, 16. Januar, nun seinen elften Geburtstag gefeiert und den Tag genutzt, um Bischof Franz-Josef Overbeck, Oberbürgermeister Thomas Kufen und interessierte Bürger über seine Arbeit zu informieren.

Wenn Verwandte, Freunde oder Nachbarn nicht einspringen können, leisten die Ehrenamtlichen von „Wellcome“ in Familien mit einem Neugeborenen praktische Hilfe, helfen bei der Betreuung des Babys und seiner Geschwister, entlasten die Mutter und begleiten bei Mehrlingsgeburten auch mal zum Kinderarzt. Der Einsatz ist auf drei Monate begrenzt und erfolgt bis dreimal in der Woche für zwei bis drei Stunden. Entstanden ist das Wellcome-Projekt in Hamburg. Im Ruhrgebiet wird „Wellcome“ vom Bistum Essen angeboten und ist in den Städten Essen, Bochum und Oberhausen vertreten. Die Koordination leistet der gemeinnützige Verein mit drei Angestellten von seinem Standort im Katholischen Stadthaus in Essen aus.  

„Wer Wellcome braucht, bekommt Wellcome“

Im Laufe seines Bestehens hat „Wellcome“ im Bistum Essen mehrere hundert Familien begleitet. Zurzeit sind dort rund 40 Ehrenamtliche am Start. „Wer Wellcome braucht, bekommt Wellcome“, sagt Andreas Kühn, Vorsitzender des Vereins. Sozialpädagogischer Bedarf müsse dafür nicht nachgewiesen werden, wie es etwa bei den „Frühen Hilfen“ der Kinder- und Jugendhilfe der Fall sei. Wer genug Geld hat, kann sich für den Einsatz mit einer Spende bedanken; wer wenig hat, bekommt die Hilfe gratis.

Die Stadt Essen fördert das Projekt mit jährlich 33.000 Euro. Oberbürgermeister Kufen dankte den Ehrenamtlichen für ihr hohes Engagement, das die professionellen Hilfen in Essen wirksam unterstütze. Bischof Franz-Josef Overbeck erinnerte daran, dass „Wellcome“ bereits 2012, im dritten Jahr seines Bestehens, den mit 5.000 Euro dotierten Heinrich-Brauns-Preis des Bischofs von Essen erhalten habe.

Der Verein „Wellcome“ hat seine Räumlichkeiten im katholischen Stadthaus in der Essener Innenstadt und lebt dort in guter Nachbarschaft mit dem Dienstleistungsverbund der Kirchengemeinden im Bistum Essen, der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen, dem Stadtdekanat, dem Katholikenrat und dem Kita-Zweckverband, der dort seine Schulungsräume hat. Am frühen Morgen hatte der Bischof mit der Hausgemeinschaft einen Gottesdienst gefeiert und sich nach einem gemeinsamen Frühstück das ganze Haus zeigen lassen. Um sich die Renovierung der Innungszeichen anzusehen, die an der Fassade des Hauses angebracht sind, stieg er sogar außen über das Baugerüst hinauf ins dritte Stockwerk.

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