von Thomas Rünker

Touristenseelsorge des Bistums Essen packt die Koffer für Texel

Nach einem Jahr Corona-Pause sind die Teams aus hauptberuflichen und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern in diesem Sommer wieder neun Wochen auf der niederländischen Ferieninsel zu Gast. Das Programm wird coronabedingt „anders, aber es wird gut werden“, freut sich Touristenseelsorger Bernd Wolharn.

Sonne, Urlaub und Gebete – nach einem Jahr Corona-Pause bezieht die traditionsreiche Touristenseelsorge des Bistums Essen in diesem Sommer wieder für neun Wochen ihr Quartier auf Texel. Nach einem Jahr Corona-Pause bieten die Teams aus hauptberuflichen und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern von Donnerstag, 1. Juli, bis Donnerstag, 29. August, wieder deutschsprachige Gottesdienste, Gespräche und Freizeitangebote auf der größten niederländischen Ferieninsel an. „Wir sind wieder da – und das ganz analog, in echt, live und in Farbe“, freut sich Bernd Wolharn, Cityseelsorger am Essener Dom und Leiter der sommerlichen Touristenseelsorge auf Texel.

„Echte Begnungen und echte Gespräche“

Im vergangenen Jahr musste der bekannte Wohnwagen der Touristenseelsorge coronabedingt im Ruhrgebiet bleiben und das Team konnte nur via Social Media mit den Urlaubern Kontakt halten. „In diesem Jahr haben viele mit uns gezittert und gebangt, ob es klappt. Jetzt ist es wirklich eine frohe Botschaft, dass sich die Corona-Lage so entwickelt hat, dass wir fahren können“, so Wolharn. „So können wir in echten Begegnungen und mit echten Gesprächen an der Seite der Touristinnen und Touristen sein.“

Zentraler Treffpunkt der Touristenseelsorge wird in diesem Jahr die katholische Bonifatius-Kirche („De Hof) in De Koog, Nikadel 13 sein. Im Zentrum des wichtigsten Ferienorts der Insel lädt die Touristenseelsorge zu Gottesdiensten ein, für die sich die Gläubigen in diesem Jahr anmelden müssen. Außerdem wird dort die Bücherei aufgebaut, die kostenlos Bücher und Spiele verleiht. Wenn nicht gerade Montag ist – der traditionelle Ruhetag der Teams – sollte dort tagsüber auch fast immer ein Mitglied des Touristenseelsorge-Teams für ein Gespräch zu treffen sein. „Dank viel Platz in der Kirche und der großen Wiese davor ist das dort auch in Corona-Zeiten möglich“, erklärt Wolharn. Der beliebte Wohnwagen auf dem Campingplatz Kogerstrand wird zwar in diesem Sommer auch aufgebaut, dient aber nur als Unterkunft für das Team.

Die (ehemalige) St. Bonifatius-Kirche in De Koog

Eigentlich ist die St.-Bonifatius-Kirche am Rand der Fußgängerzone von De Koog schon lange keine Kirche mehr: Schon vor mehreren Jahren hat die örtliche katholische Gemeinde sie an einen Bürgerverein verkauft, der sie nun für kommunale Veranstaltungen nutzt. Stets im Sommer mietet das Bistum Essen die Kirche jedoch zurück und verwandelt sie wieder in ein Gotteshaus. Das funktioniert vor allem dank viel gegenseitiger Toleranz: Der Verein und seine Gäste stören sich nicht an Tabernakel und Weihwasserbecken im Gebäude – und die Gläubigen blicken über den „Amstel“-Zapfhahn im ehemaligen Beichtstuhl hinweg.

Programm wird kurzfristig bekannt gegeben

Alle Infos zu den Aktivitäten der Touristenseelsorge werden per Plakat an der Kirche in de Koog und am Wohnwagen bekannt gemacht. Außerdem informiert die Touristenseelsorge auch weiterhin über ihre Facebookseite: facebook.com/touristenseelsorge.texel. „Wir müssen spontan schauen, was angesichts der sich ändernden Corona-Regeln möglich ist“, erklärt Wolharn, warum es in diesem Jahr keine vorab gedruckten Programme gibt. Die Teams kämen aber mit vielen Ideen auf die Insel, um auch mit Hygieneabständen und kleineren Gruppen attraktive Angebote anbieten zu können. „Niemand kann sich im Moment eine proppevolle Kirche vorstellen, wie wir sie in den vergangenen Jahren auf Texel erlebt haben. Aber wir haben in den vergangenen Monaten neue spirituelle Formen entdeckt und gelernt, wie wir auch in Corona-Zeiten Akzente setzen können“, so Wolharn.

Anmeldungen zu Gottesdiensten an der Kirche

Die Anmeldung für die Gottesdienste an den Mittwoch-, Freitag- und Samstagabenden sowie am Sonntagvormittag und für alle anderen Veranstaltungen laufen ganz analog an der Kirche von De Koog: Je nach der gerade geltenden maximalen Teilnehmerzahl für Gottesdienste geben die Teammitglieder Nummernkarten aus, mit denen man dann Zugang zur Feier erhält.

Wolharn weiß, dass dies gerade für die Stammgäste der seit 53 Jahren auf Texel präsenten Touristenseelsorge eine ungewohnte Umstellung bedeutet und auch andere beliebte Angebote wie das Dünensingen angesichts Corona in diesem Sommer schmerzlich vermisst werden. Und doch ist er sich sicher: „Der Sommer 2021 auf Texel wird anders werden, aber er wird gut werden.“

Domvikar

Bernd Wolharn

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