Tamilenwallfahrt Kevelaer: Thuraisingham Camillus als Ehrenbrudermeister ausgezeichnet
Rund 10.000 Gläubige kamen am Wochenende zur Tamilenwallfahrt nach Kevelaer. Foto: Christian Breuer | Bistum Münster
Während am Wochenende wieder mehr als 10.000 Menschen bei der Tamilenwallfahrt in Kevelaer ein buntes Glaubens- und Kulturfest gefeiert haben, ist dem Gründer der Wallfahrt und langjährigem Mitarbeiter des Bistums Essen eine große Ehre zuteilgeworden: Im zentralen Gottesdienst der Wallfahrt wurde Thuraisingham Camillus zum Ehrenbrudermeister der Bruderschaft Consolatrix Afflictorum ernannt.
Die Mitglieder dieser Bruderschaft – in der Regel verheiratete, katholische Männer aus Kevelaer – unterstützen die Wallfahrt im größten Marienwallfahrtsort Nordrhein-Westfalens und gestalten das tägliche Marienlob. Männer von außerhalb wie Camillus, die sich im Besonderen um die Wallfahrt verdient gemacht haben, ernennen sie zu Ehrenbrudermeistern.
Camillus und seine Frau Justina kamen 1983 als Bürgerkriegsflüchtlinge aus Sri Lanka nach Deutschland. Von Oberhausen aus lernte Camillus Kevelaer kennen, fühlte sich durch das dort verehrte Marienbild an das wichtigste Marienheiligtum in Sri Lanka erinnert und fuhr 1988 zusammen mit 40 anderen Tamilinnen und Tamilen an den Niederrhein. Daraus entwickelte sich eine stetig wachsende Bewegung. Seit einigen Jahren treffen sich immer am zweiten Samstag im August rund zehntausend tamilische Gläubige in Kevelaer und bilden so eine der größten Einzelwallfahrten des Ortes.
Dank vieler engagierter jüngerer Menschen konnte Camillus inzwischen Verantwortung abgeben und in die zweite Reihe der Wallfahrtsorganisation treten. Dennoch ist er bei dem Glaubensfest nicht nur mit seiner Erfahrung ein gefragter Mann – sondern auch, weil ihn praktisch jeder kennt. Zwischen dem Kümmern um Kinder und Enkelkinder und verschiedenen Reisen wird der neue Ehrenbrudermeister also auch den 8. August 2026 als Termin der nächsten Tamilenwallfahrt schon fest im Kalender eingetragen haben.