von Cordula Spangenberg

Die Sternsinger bringen den Segen auf Straßen und Plätze

Zum zweiten Mal lassen sich die „Heiligen drei Könige“ im Bistum Essen eine Menge Alternativen einfallen, um ohne Infektionsgefahr Segen zu bringen und Spenden zu sammeln – in diesem Jahr für die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika.

Die Sternsinger sind unterwegs. Auch wenn die Corona-Pandemie der 64. Aktion Dreikönigssingen in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Schnippchen schlägt, lassen sich die Sternsingerinnen und Sternsinger nicht entmutigen. In sämtlichen Pfarreien des Bistums Essen haben sie sich alternative Möglichkeiten überlegt, den Menschen ohne Infektionsgefahr den Segen zu bringen und für die gute Sache zu sammeln.

Unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ ist in diesem Jahr die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika Spendenzweck der Aktion. Mangelernährung, Lungenentzündung, Malaria – eigentlich vermeidbare Krankheiten, aber Todesursache für unzählige Babys und Kleinkinder in vielen Ländern Afrikas.

Vom 6. Januar bis 2. Februar – die Aktion wurde wegen der Corona-Bedingungen verlängert – sind nun an Rhein, Ruhr und Lenne Kinder und Jugendliche als „die Heiligen drei Könige“ unterwegs. Sie verteilen Segenstüten mit Informationen, Aufklebern und Spendenbeutel in die Hausbriefkästen und legen sie in den Kirchen aus. Außerdem besuchen sie mit Gesang und Spendendose viele Sonntagsgottesdienste ihrer Gemeinden.

„Kinder können was bewegen“

In Essen starteten die Sternsinger der Pfarrei St. Gertrud am Dreikönigstag ihren Einsatz am Dom auf der Kettwiger Straße und brachten anschließend mit dem Lied „Kinder können was bewegen“ den Segen zu Bischof Franz-Josef Overbeck ans Bischofshaus. Die große Sternsinger-Gruppe beeindruckte ihn: „Toll, dass ihr euch engagiert und trotz Kälte unterwegs seid.“

In einigen Pfarreien des Ruhrbistums kommen die Sternsinger nach vorheriger Anmeldung ebenfalls vor die Haustür: So etwa am 15. und 16. Januar in St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim. Jedoch bitten die Verantwortlichen die Haushalte darum, einen 2G-Nachweis bereitliegen zu haben, auch wenn die Sternsinger das Haus nicht betreten und Masken tragen.

Sternsinger sind im öffentlichen Raum präsent

Etliche Gemeinden setzen auf den öffentlichen Raum: In Altena standen die Sternsinger am 6. Januar auf dem Wochenmarkt. Am 15. und 16. Januar sind sie auf den Straßen und Plätzen in Halver unterwegs. In Lüdenscheid stehen noch bis zum 9. Januar Spendendosen in den ortsansässigen Bäckereien, Segenszettel und Aufkleber liegen zum Mitnehmen bereit. In Gelsenkirchen-Buer begegnet man den Sternsingern am 8. Januar vor zwei Supermärkten und am Zaun der Kita Don Bosco in Scholven. Am morgigen Freitag sind die Kinder und Jugendlichen zunächst auf dem Markt in Bottrop-Boy zu finden, anschließend singen sie an der Kraneburgstraße für Seniorinnen und Senioren an den Wohnungsfenstern. Und die Bochumer Gemeinden setzen auf die erfolgreiche Idee des vergangenen Jahres und bieten am Samstag, 8. Januar, „Segens-Drive-Ins“ für Auto- und Fahrradfahrer an.

Spendenbereitschaft ist ungebrochen

Wie bereits 2021 sind auch in diesem Jahr mehrere Videos entstanden, um den Segen digital zu den Menschen zu bringen: Zum Beispiel in Duisburg, Schwelm, Bottrop und Oberhausen. „Die Kinder, Jugendlichen und die Organisatoren sind trotz schwieriger Pandemiebedingungen in jeder Gemeinde unseres Bistums dabei“, sagt BDKJ-Diözesanvorstand Björn Krause, der im Ruhrbistum für das Dreikönigssingen verantwortlich ist. Auch die Spendenbereitschaft der Menschen sei ungebrochen hoch. Im vergangenen Jahr sei auch die Möglichkeit der Online-Spende häufig genutzt worden. „Für manchen mag auch attraktiv sein, dass es dabei – im Gegensatz zur Hausspende – eine Spendenquittung gibt“, meint Krause. Aber natürlich könnten Bargeldspenden auch vor Ort in den Pfarrbüros oder per Umschlag in den Gottesdienst-Kollekten abgegeben werden.

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