von Thomas Rünker

Stadt Essen und Bistum vereinbaren engere Zusammenarbeit bei Schulen

Stadt unterstützt die sieben weiterführenden katholischen Schulen ab 2022 mit jährlich 2,45 Millionen Euro. Im Gegenzug verpflichtet sich das Bistum, seine Essener Gymnasien und die Sekundarschule mindestens drei- beziehungsweise fünfzügig weiterzuführen.

Die Stadt Essen wird ab dem kommenden Jahr den Betrieb der sieben weiterführenden katholischen Schulen in Essen mit jährlich insgesamt 2,45 Millionen Euro unterstützen. Nachdem der Rat der Stadt diese engere Zusammenarbeit mit dem Ruhrbistum im Bereich Schulen im September beschlossen hatte, haben der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) und Generalvikar Klaus Pfeffer am Mittwoch den Zuwendungsvertrag unterzeichnet. Eine ähnliche Vereinbarung hatte das Bistum bereits im Sommer 2020 mit der Stadt Duisburg für die beiden Bischöflichen Gymnasien St. Hildegardis und Abtei in Duisburg abgeschlossen.

Wachsende wirtschaftliche Herausforderungen, die zugleich mit sinkenden Kirchensteuereinnahmen einhergehen, erschweren dem Bistum Essen zunehmend, die Finanzierung seiner Schulen sicherzustellen. Mit dem Vertrag, soll das Angebot der kirchlichen Schulen in der Stadt Essen erhalten bleiben, das Miteinander in der Vielfalt der Schulen weiterentwickelt und die Essener Schullandschaft gestärkt werden.

Vereinbarung ist zunächst auf fünf Jahre befristet

Von dieser zunächst auf fünf Jahre befristeten Unterstützung profitieren die vier bischöflichen Schulen Mariengymnasium, Gymnasium und Sekundarschule am Stoppenberg und das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium, die Ordensschulen Don-Bosco- und B.M.V.-Gymnasium sowie das von der Caritas getragene Berufskolleg Johannes-Kessels-Akademie.

Im Gegenzug verpflichtet sich das Bistum, das Marien-, das Don-Bosco- und das Gymnasium am Stoppenberg mindestens dreizügig und die Sekundarschule am Stoppenberg sowie das B.M.V.-Gymnasium mindestens fünfzügig weiterzuführen.

Kufen: „Kirchliche Schulen bereichern und ergänzen das schulische Bildungsangebot in unserer Stadt“

„Die kirchlichen Schulen bereichern und ergänzen mit ihrem Angebot das schulische Bildungsangebot in unserer Stadt und tragen zur Vielfalt der schulischen Trägerlandschaft bei. Ich freue mich, dass wir künftig auf organisatorischer Ebene stärker zusammenarbeiten werden. Neben einer intensiveren Kooperation bei der Schulentwicklungsplanung sollen so künftig auch die Anmeldetermine der weiterführenden katholischen und städtischen Schulen näher zusammenrücken“, erklärte Oberbürgermeister Kufen.

Pfeffer: „Ein starkes Signal der gemeinsamen Verantwortung für die jungen Generationen“

Generalvikar Pfeffer ergänzte: „Ich bin sehr dankbar für diese großzügige Unterstützung der weiterführenden kirchlichen Schulen, die das Bistum gemeinsam mit zwei Orden und dem Johannes-Kessels-e.V. in der Stadt Essen trägt. Wir verbinden diese Unterstützung zugleich mit einer gegenseitigen Zusicherung, noch stärker die Zusammenarbeit zu suchen, wenn es um die Bildung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unserer Stadt geht. Mit unseren unterschiedlichen Schulen wollen wir auch weiterhin einen sichtbaren Beitrag leisten für die Vielfalt der Schullandschaft. Wir sind froh, dass uns die Stadt Essen dabei unterstützt. Das ist ein starkes Signal der gemeinsamen Verantwortung für die jungen Generationen.“

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