von Thomas Rünker

Sonne, Lagerfeuer und Wasserschlachten bei Pfingstzeltlagern der KjG

Lagerfeuer, Geländespiele und jede Menge Gemeinschaft: Hunderte Kinder und Jugendliche im Bistum Essen haben das Pfingstwochenende in Zeltlagern und anderen Jugendcamps verbracht. Drei Gruppen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) aus Duisburg, Mülheim und Essen erzählen von ihren schönsten Momenten.

Die Zeltplanen sind wieder eingelagert, die Bierzeltgarnituren zusammengeklappt und der Lagerfeuerduft aus den Klamotten gewaschen. Aber die Erinnerungen an besonders sonnige und lustige Zeltlager-Tage, die viele Jugendgruppen aus dem Bistum Essen am vergangenen Pfingstwochenende erlebt haben, die bleiben. 

Kühlschrank gibt vor Sommer-Wochenende den Geist auf

Dabei begann das traditionelle Zeltlager in Emmerich-Elten der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) Herz-Jesu aus Duisburg-Neumühl zunächst mit einem Kurzschluss: Am Vorabend, als das Vorbereitungsteam Zelte und Ausrüstung auf dem Lagerplatz aufbaute, versagte der Kühlschrank seinen Dienst. Kurzerhand besorgte das Leitungsteam ein neues Modell – was angesichts der Hochsommer-Temperaturen sowohl die 31 Kinder und Jugendlichen als auch das Küchenteam gefeiert hat. Ansonsten seien sie der Wärme mit Schwimmen, einer Wasserschlacht und Eis essen begegnet, berichtet KjG-Leiterin Annika Gelautz. Außerdem habe der Besuch eines neuen Waldspielplatzes auf dem Programm gestanden und ein Gottesdienst mit Nils Schultz, dem Geistlichen Leiter der KjG im Bistum Essen. „Und wir haben ganz viel Lagerfeuer gemacht.“

„Geländescrabble“: Gesellschaftsspiele in den Wald verlegt

Mit anderen Wetterherausforderung hatte die KjG Essen-Rüttenscheid bei ihrem Pfingst-Zeltlager in Belm bei Osnabrück zu kämpfen: Weil es bis kurz vor Beginn des Lagers auf dem Zeltplatz geregnet hatte, versanken die Autos und Transporter der Essener im Matsch und mussten gemeinsam wieder auf festen Grund geschoben werden. Am Wochenende selbst seien dann vor allem Geländespiele im schattigen Wald beliebt gewesen. Mit viel Kreativität haben die Leitenden unter anderem bekannte Gesellschaftsspiele in die Natur verlegt und zum Beispiel das Buchstaben-Legespiel Scrabble in ein „Geländescrabble“ verwandelt. „Dabei mussten die Kinder Buchstaben in verschiedenen Abschnitten des Waldes suchen“, berichtet KjG-Leiter Pascal Kuhl. Ein Höhepunkt sei zudem das gemeinsame Singen am Lagerfeuer gewesen. Insgesamt waren die Rüttenscheider mit gut 50 Leuten unterwegs: 33 Kinder und Jugendliche und 20 Leitende.

Wenn „Griechischer Wein“ auch bei der Nachbargruppe beliebt ist

WhatsApp-Kanal des Bistums Essen

Die KjG aus der Mülheimer Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt sucht sich in jedem Jahr einen neuen Platz für ihr Pfingstlager. In diesem Jahr haben sie die Zelte für 40 Kinder, 12 Leitende und ihr vierköpfiges Küchenteam auf dem „Abenteuerland“-Gelände im ostwestfälischen Warburg aufgeschlagen. Bereits am Donnerstag ist ein Teil des Leitungsteams mit dem gesamten Material nach Warburg gefahren und hat die Zelte aufgebaut. Die anderen Leitenden haben die Kinder bereits bei der Anreise im Bus auf das diesjährige Lagermotto „Griechische Götter“ eingestimmt.

Es lag nahe, dass sich die Kinder und Jugendlichen als passenden „Lagerjingle“ – die Musik, die jeweils zum nächsten Programmpunkt ruft – den Udo-Jürgens-Klassiker „Griechischer Wein“ ausgesucht haben. Nicht gerechnet hat die KjG-Gruppe jedoch damit, dass der Schlager auch in der Umgebung gut ankommt: Die Gruppe auf dem Nachbarzeltplatz habe sich zunächst gewundert, „warum wir den Song so häufig hören – und sich dann einen Spaß daraus gemacht, ihn selbst immer wieder zu spielen“. Mit dem Ergebnis, dass die Mülheimer Kinder auch dann fröhlich singend angetanzt kamen, wenn die Leitenden gerade mal keinen neuen Programmpunkt auf der Agenda hatten. „Als wir der Nachbargruppe erklärt haben, warum wir das Lied so oft spielen, mussten am Ende alle herzlich darüber lachen“, erzählt KjG-Leiterin Paulina Roskosch.

Ihr Platz habe viele Möglichkeiten geboten, berichtet Roskosch, zum Beispiel einen Spielplatz, einen Streichelzoo mit Ponys und einem Lama, einen Fußballplatz und einen kleinen Bach. Spontane Wasserschlachten waren auch in Warburg ein beliebtes Mittel, mit den sommerlichen Temperaturen umzugehen. „Bei so tollem Wetter wie in diesem Jahr hat das Ganze noch einmal doppelt so viel Spaß gemacht“, sagt die KjG-Leiterin. „Die gemeinsame Zeit in der Natur, voller Spaß, Freude und guter Laune, machen das Lager zu etwas ganz Besonderem.“

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