Sommerferien im Bistum Essen: Katholische Kirche bietet zahlreiche Ferienangebote
Zeltlager sind nur eine Form, gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen in einem katholischen Verband oder mit der Pfarrgemeinde die Sommerferien zu verbringen. Archivfoto: Simon Wiggen | Bistum Essem
Zeltlager, Ferienspiele, Gruppenreisen – ohne die vielen Engagierten in katholischen Verbänden und Pfarrgemeinden sähen die Sommerferien für Tausende Kinder und Jugendliche ganz schön mau aus. Rund 8500 Teilnehmende sind allein bei 230 Fahrten von Verbänden wie der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG), der Katholischen jungen Gemeinde oder der Kolpingjugend in diesen Tagen unterwegs, schätzt der Dachverband der katholischen Jugendverbände BDKJ im Bistum Essen. Eine der größten Veranstaltungen in diesem Jahr ist mit mehr als 300 Teilnehmenden das Diözesanlager der DPSG-Pfadistufe in Kanada. Die meisten anderen Jugendgruppen schlagen ihre Zelte in Deutschland oder im europäischen Ausland auf oder richten sich in Selbstversorgerhäusern ein. Viele kombinieren auch ein stationäres Lager mit einer mehrtägigen Wandertour.
Auch Pfarreien im Bistum Essen bieten eigene Fahrten an. So fährt die Messdienerleiterrunde der Essener Pfarrei St. Gertrud mit rund 60 Kindern und Jugendlichen aus der Innenstadt und den umliegenden Stadtteilen an den Möhnesee im Sauerland. Und die Pfarreien St. Barbara in Mülheim und St. Medardus in Lüdenscheid verbrachten mit über 100 Jugendlichen Ende Juli eine Woche im französischen Taizé.
In vielen Pfarreien haben auch Ferienspiele eine lange Tradition:
- In der Essener Pfarrei St. Josef haben zum Beispiel 93 Ehrenamtliche der Gemeinde St. Antonius Abbas im Stadtteil Schönebeck in den ersten beiden Ferienwochen rund 130 Kindern täglich von 9 bis 14 Uhr ein buntes Programm geboten.
- Im Märkischen Sauerland haben die Ferienspiele der Pfarrei St. Laurentius in Plettenberg-Herscheid in den ersten drei Ferienwochen ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert.
- Im Jugendzentrum „Der Springende Punkt“ der Mülheimer Pfarrei St. Barbara gibt es von der dritten bis zur sechsten Ferienwoche jeweils von montags bis freitags Programm zu wöchentlich wechselnden Themen.
- In der Oberhausener Stadtpfarrei St. Clemens lädt die Jugend St. Marien Rothebusch zwischen dem 24. und 28. August alle Kinder ab sieben Jahren zu Aktionen unter dem Motto „Elemente erleben“ ein.
- In Bottrop gibt’s in der K.o.T St. Antonius der Stadtpfarrei St. Cyriakus in der zweiten Ferienhälfte eine bunte Mischung aus Spielen vor Ort und Tagesausflügen.
- Die Gelsenkirchener Pfarrei St. Urbanus bietet in St. Barbara jeweils dienstags von 10 bis 14.30 Uhr Workshops für Schulkinder an.
- Fünf Kirchen in Essen, Bochum, Bottrop, Duisburg und Oberhausen laden in den Sommerferien KiTa- und Grundschulkinder zu kindgerechten Angeboten in der KinderKathedrale ein.
Zu einem besonderen Angebot lädt die Caritas in Gladbeck im August ein: Eine Woche lang geht’s jeweils zur Stadtranderholung, bei der Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam die Ferien verbringen. Auf dem Programm stehen Bastel- und Kreativangebote, Spielen, Singen, Musizieren, gemeinsames Essen sowie Abenteuer drinnen und draußen. In Verbindung mit einer Senioreneinrichtung gibt es zudem generationenübergreifende Aktivitäten.
Die örtliche Caritas kommt oft auch dann ins Spiel, wenn eine Ferienfreizeit für Kinder und ihre Familien trotz knapp kalkulierter Teilnahmegebühren von Pfarreien und Verbänden aus finanziellen Gründen zu scheitern droht. Dank Spenden – zum Beispiel aus der jährlichen Sommersammlung – kann dann die Caritas vielfach unbürokratisch helfen. So wurden in diesem Sommer in Mülheim fünf und in Essen acht Familien entsprechend unterstützt. Zudem hat die Caritas in Essen zwölf Kindern die Teilnahme an zwei Ferienkursen ermöglicht. Anderenorts unterstützte die Caritas eine Familie mit drei Kindern, damit diese beim Pfadfinderzeltlager mitfahren durften. Wieder andere Caritasgruppen bezuschussten ein Alleinerziehenden-Wochenende, Jugendfreizeiten und andere Angebote.
