Selbstverwirklichung im Geben, Teilen und Dasein für andere

Olaf Meier, Leiter der TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen, war Gast beim Antrittsbesuch von Bundespräsident Christian Wulff in Nordrhein-Westfalen. Auf der Zeche Zollverein in Essen würdigte Wulff bürgerschaftliches Engagement.


TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen beim Antrittsbesuch von Bundespräsident Christian Wulff

Es war eine große Ehre für die TelefonSeelsorge (TS) Duisburg Mülheim Oberhausen. Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hatte den Leiter der TS, Olaf Meier, zur Begegnung mit Bundespräsident Christian Wulff anlässlich seines Antrittsbesuchs in Nordrhein-Westfalen in die Zeche Zollverein Essen eingeladen.

Vor rund 100 Frauen und Männern als Vertreter bürgerschaftlichen Engagements in NRW würdigte der höchste Repräsentant des Staates den Einsatz der Bürger. Wulff betonte, dass zu den Aufgaben eines Bundespräsidenten in nicht unerheblichem Maß die Wertschätzung einzelner Personen, Vereine, Initiativen und Firmen gehöre. Es müsste mehr Bundespräsidenten geben, um all das ehrenamtliche Engagement zu würdigen.

„Bitte zeigen Sie, dass Ihr Dienst an anderen auch Ihnen selbst Freude bereitet. Denn es wäre fatal, gäbe es eine Grenzziehung zwischen Menschen, die nur an sich denken – und das als Selbstverwirklichung titulieren – und anderen Menschen, die sich einsetzen für andere bis zum Ausgelaugt-Werden. Zeigen Sie, dass Selbstverwirklichung nur geht im Geben, Teilen und Dasein für andere. Sie in all Ihren Aufgabenfeldern suchen biblisch gesprochen ´der Stadt Bestes´ – und das ist auch das Beste für jeden einzelnen.“

In einem kurzen Gespräch berichtete Olaf Meier dem Bundespräsidenten, dass am Telefon sehr häufig schambesetzte Themen wie Auswirkungen der Arbeitslosigkeit und psychische Erkrankung zur Sprache kämen. Der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dankte der Leiter der TS im Namen aller Mitarbeitenden für die Einladung. Kraft fand es „eine tolle Sache“, dass die TelefonSeelsorge Tag und Nacht präsent sei. Für Olaf Meier ist das, was der Bundespräsident als seine Aufgabe beschreibt, nämlich Menschen wertzuschätzen, auch die Aufgabe der Seelsorge am Telefon. Sie zeige Wertschätzung den Verlierern, den Überlebenskünstlern, den Einsamen. (rs/do)

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