von Thomas Rünker

Rund 4000 Kinder feiern im Bistum Essen ihre Erstkommunion

Zwischen dem Weißen Sonntag, 12. April, - dem ersten Sonntag nach Ostern – und Christi Himmelfahrt gehen im Bistum Essen tausende Kinder zur Erstkommunion. Die festlichen Gottesdienste bilden den Höhepunkt monatelanger Vorbereitungen in den Gemeinden.

Nach dem Osterfest folgt für hunderte Familien im Bistum Essen gleich der nächste Höhepunkt: Der Weiße Sonntag markiert traditionell den Auftakt der Erstkommunionzeit. Vom 12. April bis Christi Himmelfahrt werden in diesem Jahr zwischen Duisburg, Essen und Meinerzhagen rund 4000 Kinder in festlichen Gottesdiensten erstmals zur Kommunion gehen. Dabei erhalten sie eine geweihte Brotscheibe – nach katholischem Verständnis ist diese Hostie Jesus Christus selbst.

Wie werden die Erstkommunionkinder vorbereitet?

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In der Regel sind die Erstkommunionkinder zwischen acht und zehn Jahre alt und besuchen die dritte Klasse. In den vergangenen Monaten haben sie sich in ihren Gemeinden auf dieses besondere Ereignis vorbereitet. Dabei ging es unter anderem um biblische Geschichten von Jesus, die Bedeutung des Brotes im christlichen Glauben sowie um grundlegende Gebete und das Leben in der Kirche. In dieser Vorbereitung werden die Kinder nicht nur von hauptamtlichen Seelsorgenden begleitet – ein großer Teil der Arbeit liegt in den Händen ehrenamtlicher Katechetinnen und Katecheten. Gemeinsam organisieren sie Gruppenstunden, Gottesdienste, Ausflüge und Wochenendfahrten.

Engagement in Jugendgruppen der Gemeinde

Die Erstkommunion ist nach der Taufe ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg in die Gemeinschaft der Kirche. Viele Kinder engagieren sich anschließend in Gruppen, zum Beispiel bei den Messdienerinnen und Messdienern, bei der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG) oder in der Katholischen jungen Gemeinde (KjG).

Warum spricht man vom „Weißen Sonntag“?

Die Erstkommunion wird traditionell in der Osterzeit gefeiert. Der Begriff „Weißer Sonntag“ stammt dabei nicht etwa von der Kleidung der Kommunionkinder, sondern geht auf einen alten Brauch zurück: In der frühen Kirche trugen Menschen, die in der Osternacht getauft worden waren, ihre weißen Taufkleider bis zum darauffolgenden Sonntag. Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich dieser Termin zu einem zentralen Datum für Erstkommunionfeiern. Viele Gemeinden weichen jedoch auch auf die darauffolgenden Sonntage aus. Den Abschluss der Erstkommunionzeit bildet in der Regel das Fest Christi Himmelfahrt, das – 40 Tage nach Ostern – in diesem Jahr auf Donnerstag, 14. Mai fällt.

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