Overbeck: Nachhaltiger Lebensstil ist Jahrhundertaufgabe

Der Essener Bischof wirbt für ein gutes Leben, bei dem nicht der Besitz im Vordergrund steht

Die Veränderung energie- und ressourcenintensiver Konsumgewohnheiten sollte nach den Worten des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck ein entscheidender Beitrag der deutschen Katholiken zur Klimagerechtigkeit sein. „Dabei geht es nicht um eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern um ein anderes, ein gutes Leben, bei dem nicht der Besitz im Vordergrund steht“, sagte Overbeck am Rande der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Mainz, die sich auch mit dem Schreiben von Papst Franziskus zur Amazonas-Synode auseinandergesetzt hat. Der Papst werbe für einen neuen Lebensstil, der weniger unersättlich sei, „ruhiger, respektvoller, weniger ängstlich besorgt und brüderlicher“, so Overbeck.

Für den Papst seien die Sorge für die Menschen und der Schutz der Ökosysteme untrennbar miteinander verbunden, er benenne explizit die „enormen internationalen wirtschaftlichen Interessen“ als Ursache für die Probleme Amazoniens, sagte Overbeck: „Wir deutsche Katholiken stehen als Demokraten und als Verbraucher, aber vielleicht auch als Unternehmer oder Kapitalanleger in der Verantwortung. Fest steht, dass wir nicht umhinkommen werden, unsere Wirtschaftsweise umzustellen und nachhaltiger zu werden. Dieser Jahrhundertaufgabe müssen wir uns stellen.“ Auf globaler Ebene brauche es dringend verbindliche Standards und Regeln, um die ökologischen Probleme in den Griff zu bekommen, die an nationalen Grenzen nicht Halt machen.

Das Statement des Bischofs im Wortlaut

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