„Misa de los Pueblos“ vereint im Essener Dom spanischen Flamenco und lateinamerikanische Klänge
Musik und Tanz aus Spanien und Lateinamerika: Die "Misa de los Pueblos" im Essener Dom. Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
Spanischer Flamenco trifft argentinische Folklore: Mehrere hundert Gläubige haben am Samstagnachmittag mit dem Chor der spanischsprachigen Gemeinde Essen und zahlreichen weiteren Musikerinnen und Musikern im Essener Dom die „Misa de los Pueblos“, die Messe der Völker gefeiert. Mit diesem Programm, das die geistliche Musik von der iberischen Halbinsel mit spanischsprachigen Klängen aus Mittel- und Südamerika verbindet, hatte der Chor unter der Leitung von Andrés Salazar Ruilova im Frühjahr den Chorwettbewerb „Hoffnungsschimmer 2025“ des Bistums Essen gewonnen. Nun gestaltete der Chor zusammen mit einer Tanzgruppe und einer großen Band mit diesem Programm den fröhlichen Gottesdienst unter der Leitung von Pater Juan Maria Garcia Latorre. Als einer der weiteren Zelebranten feierte auch Pater Martin Meier, Hauptgeschäftsführer des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, den Gottesdienst mit.
Wie sehr die Musik und der gemeinsame Glaube Menschen aus 21 verschiedenen Ländern in den spanischsprachigen Gemeinden in Essen, Gelsenkirchen und Bochum miteinander verbinden, wurde nicht nur durch die Lieder und das musikalische Konzept der „Misa de los Pueblos“ deutlich, sondern auch durch die kleinen Fahnen aus allen Herkunftsländern der Gemeindemitglieder. Diese legten Gläubige vor dem Altar ab, um danach in den Fürbitten auch für die vielen spanischsprachigen Länder zu beten, in denen Armut, Verfolgung, Gewalt oder Krieg zum Alltag der Menschen gehören.
Auch gegen diese Erfahrungen möchte die „Misa de los Pueblos“ ein klingendes Zeichen der Hoffnung setzen. Eindrucksvoll wurde im Dom deutlich, wie diese musikalische Messe aus der Verbindung lateinamerikanischer, unter anderem argentinischer, Klänge und Rhythmen der „Misa Criola“ und der spanischen Flamenco-Messe „Misa Rociera“ eine neue musikalische Ausdrucksform für alle spanischsprachigen Gläubigen im Ruhrbistum geschaffen hat.







