Kirchliche Denkmäler öffnen am 8. September ihre Pforten

Teils moderne, teils Jahrhunderte alte Gotteshäuser im Bistum Essen beteiligen sich am bundesweiten Tag des offenen Denkmals.

Kirchen, Klöster und Kapellen – wenn die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am Sonntag, 8. September, wieder zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals einlädt, öffnen auch im Bistum Essen zahlreiche katholische Einrichtungen ihre Pforten. Bei Besichtigungen und Führungen bieten Gotteshäuser und Schatzkammern, aber auch Schulen und Friedhöfe ungewohnte Blicke hinter geschichtsträchtige Kulissen.

Hier ein Überblick über katholische Einrichtungen im Ruhrbistum, die sich mit besonderen Öffnungszeiten, geführten Rundgängen, Konzerten und vielen anderen Angeboten am Tag des offenen Denkmals beteiligen:

Duisburg:

  • Katholische Kirche St. Dionysius, Sermer Straße 1, 47259 Duisburg – das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert im ländlich geprägten Duisburger Süden ist eine der ältesten Kirchen Duisburgs.

  • Kulturkirche Liebfrauen, König-Heinrich-Platz 3, 47051 Duisburg Mitte – der markante Kirchbau im „Brutalismus“-Stil der 1960er Jahre umfasst einer Unterkirche für Gottesdienste und eine ehemalige Oberkirche, die heute für kulturelle Zwecke genutzt wird.

Mülheim:

  • Kirche St. Theresia von Avila, Karl-Forst-Straße, Mülheim-Selbeck – eine einschiffige Backsteinkirche auf einem Bruchsteinsockel (1890-1892).
  • Museum Kloster Saarn, Klosterstraße 53, Mülheim-Saarn – ehemaliges Zisterzienserinnenkloster (13. bis 19. Jahrhundert), heute unter anderem Pfarrkirche und Museum.

Essen:

  • Alter Friedhof Heisingen, Georgkirchstraße, Essen-Heisingen – 1844 eingeweihter, bis heute genutzter Friedhof, Beerdigungsstätte zahlreicher alter Familien und bekannter Persönlichkeiten aus dem Stadtteil.
  • Dom und Domschatz, Burgplatz 2, Essen-Innenstadt – ehemalige Stiftskirche des um 850 entstandenen Frauenstifts, historisches Zentrum der Ruhrgebietsmetropole und seit 1958 Kathedrale des Bistums Essen.
  • Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, Steeler Straße 642, Essen-Steele – zwischen 1764 und 1769 unter Fürstäbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach erbautes, barock eingerichtetes Waisenhaus mit Wohnflügel und einer jüngst aufwändig restaurierten Kapelle.
  • Kirche St. Antonius von Padua, Berliner Straße, Ecke Kölner Straße, Essen-Frohnhausen – 1956 bis 1959 von Rudolf Schwarz errichtete Kirche, die Schwarz als „begehbaren Kristall, bei dem der lichte Bestandteil über dem dunklen schwebt und sich zu diesem herablässt“ beschrieb.
  • Kirche St. Elisabeth, Frohnhauser Straße 400, Essen-Frohnhausen – 1911 im Stil einer frühromanischen Basilika erbaut, im Krieg beschädigt, 1959 von Emil Steffann wieder aufgebaut, beherbergt seit 1964 als einzige römisch-katholische Kirche in Deutschland eine Ikonostase (Bilderwand) in der Tradition der ostkirchlichen Liturgie.
  • Kirche St. Hedwig, An St. Hedwig, Essen-Altenessen – 1931/32 erbauter, von Wilhelm Schneider geplanter Backstein-Saalbau.
  • Kloster und Schule B.M.V., Bardelebenstraße 9, Essen-Holsterhausen – Kirche, Schule und Kloster wurden 1930/31 von Regierungsbaumeister Emil Jung errichtet und nach dem Krieg auch durch ihn wieder aufgebaut.
  • Luciuskirche, Luziusstraße 6, Essen-Werden – 995 als Filialkirche der Abtei in Essen-Werden geweihte und im 12. Jahrhundert erweitert. Nach der Säkularisation Profanierung und Umbau zu Wohnungen. Seit 1965 wieder als Kirche genutzt, gilt heute als älteste für Pfarrzwecke errichtete Kirche nördlich der Alpen.
  • Marienhäuschen – Münstermannstraße 23, Essen-Gerschede – 1784 als Hirtenkapelle errichtet, diente auch als Kapelle bei Marienprozessionen und ist eng mit dem Brauchtum in Gerschede verbunden.
  • Pax-Christi-Kirche, An St. Albertus Magnus 45, Essen-Bergerhausen – Gotteshaus mit grundrissgleichen Ober- und Unterkirchen, erbaut 1950 bis 1959; Gedenkstätte für Opfer von Gewalt: Auf dem Boden der Unterkirche sind ca. 1500 Namen verzeichnet von Menschen, die von anderen getötet wurden, und von Orten, an denen Menschen umgebracht wurden.
  • Schatzkammer St. Ludgerus, Brückstraße 54, Essen-Werden – Relikte der um 800 gegründeten ehemaligen Werdener Benediktinerabtei und einer der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenschätze in Deutschland, zeigt unter anderem die spätantike Elfenbeinpyxis mit der ältesten Weihnachtsdarstellung in Deutschland, das älteste Großkruzifix aus Metall (um 1060) und knapp 2500 Bücher der ehemaligen Klosterbibliothek.

Gelsenkirchen:

  • St.-Michael-Kirche, Valentinstraße 40, Gelsenkirchen-Hassel – 1915 bis 1917 im Rückgriff auf barocke und klassizistische Architekturformen nach Plänen von Ernst Brand und Ernst Stahl errichtet, 2007 außer Dienst gestellt, seit 2014 wieder Gemeindekirche. Im Turm mit mechanischem Uhrwerk von 1921 und Glockenanlage von 1923.

Bochum:

  • Heimkehrer-Dankes-Kirche, Karl-Friedrich-Straße 109, Bochum-Weitmar – 1958/59 auf Initiative des Spätheimkehrers Pfarrvikar August Halbe errichtete Kirche, heute zugleich Gedenkstätte, 2016/17 komplette Neukonzeption und Umgestaltung der Gedenkstätte mit Bildern und Gegenständen aus der Kriegsgefangenschaft.
  • St.-Johannes-Kirche, Kemnastraße 10, Bochum-Wattenscheid-Leithe – kleinere, dreischiffige, fünfjochige Basilika mit rechteckigem Westturm von 1914. Zeugt von der Entwicklung der Bauernschaft Leithe zu einem von Bergbau und Industrie geprägten Umfeld.

Kierspe:

  • St.-Josef-Kirche, Glockenweg 4, Kierspe – 1959 bis 1961 unter Gottfried Böhm erbaute Anlage, die mit Kirche, Sakristei und Pfarrhaus ein Rechteck um einen Innenhof mit einem schlichten, runden Brunnen bildet.

Plettenberg:

  • Kirche St. Laurentius, Lehmkuhler Straße 5, Plettenberg – unregelmäßiger polygonaler Betonbau nach der architektonischen Konzeption des II. Vatikanischen Konzils.

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