von Thomas Rünker

Kirchen beteiligen sich mit Goldener Madonna, Lichtkunst und Segen am Essen Light Festival 2025

Das Essen Light Festival feiert zehnjähriges Jubiläum – und die Kirchen in der Essener Innenstadt feiern mit: Mit Video-Mapping an der Dom-Fassade, „Licht und Segen“ in der Marktkirche und einer Aftershowparty in der ehemaligen St.-Gertrud-Kirche.

Wenn am Donnerstagabend, 2. Oktober, ab 19.30 Uhr das Essen Light Festival mit seiner zehnten Auflage startet und bis zum 12. Oktober Hunderttausende Gäste die Lichtkunstinstallationen in der Essener Innenstadt besuchen, steht die Goldene Madonna gewissermaßen im Zentrum des Geschehens. Angesichts des zu erwartenden Trubels bleibt „Essen sein Schatz“, die älteste Marienfigur der Welt, zwar lieber wohlbehütet in ihrer Seitenkapelle des Doms. Doch ihr goldglänzendes Abbild, erscheint alle paar Minuten in überdimensionaler Größe auf der Fassade des gotischen Kirchenbaus. „Dom-O-Poly“ heißt das Video-Mapping, bei dem der Künstler Hannes Neumann mit Projektionstechnik die Domfassade farbenfroh inszeniert, sie mal in Blasen, in kubische Formen oder in Laserstrahlen taucht – und am Ende die Goldene Madonna samt Jesuskind erscheinen lässt. 2021 war „Dom-O-Poly“ schon einmal auf dem Essener Domhof zu Gast – ab Donnerstag gibt es ein Wiedersehen.

Auch „Licht und Segen“, mit dem sich die katholische Cityseelsorge „grüßgott“ und die evangelische Citykirchenarbeit seit fünf Jahren am Essen Light Festival beteiligen, öffnet ab Donnerstag in der evangelischen Marktkirche wieder einen besonderen Raum für Licht, Stille und Segen. Mit der eigens entwickelten Lichtinstallation ATONITRY des Pulheimer Künstlers Holger Hagedorn hat die Marktkirche ein Highlight gewonnen. Im gläsernen Westchor schwebt eine rund vier Meter große Hohlscheibe – silbern und golden strahlend, reflektierend wie eine zweite Sonne. Sie nimmt Bezug auf Aton, die göttliche Sonnenscheibe, die Pharao Echnaton zum alleinigen Gott Ägyptens erhob. Zugleich verweist sie vielfarbig schimmernd auf Gott in seiner Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Für viele Gäste des Essen Light Festivals gehört „Licht & Segen“ mittlerweile fest zum Lichtkunst-Fest in der Essener Innenstadt. Auf dem Weg quer durch die City ist die Marktkirche nicht nur wegen der Sitzgelegenheiten – und gegebenenfalls auch wegen des Daches über dem Kopf – ein willkommener Ruheort. Auch in diesem Jahr werden sich wieder Zehntausende die Zeit nehmen und eine Kerze entzünden. In großen leuchtenden Becken rund um den Altar steht dann jede Flamme für eine Bitte, eine Sorge oder einen Dank. Einmal pro Stunde unterbricht ein kurzer Abendsegen das Licht- und Klangspiel: ein biblisches Wort, ein Licht-Gedanke, der persönliche Zuspruch für Begleitung in der Nacht.

Am Eröffnungsabend des Essen Light Festivals am Donnerstag präsentiert sich neben Dom und Marktkirche auch noch eine dritte kirchliche Location: In der ehemaligen St. Gertrudkirche am Viehoferplatz, nun Kreativkathedrale „Trudi“, steigt ab 22 Uhr die Aftershowparty der Eröffnung. Dann legt DJ Salvatore Mancuso auf, unterstützt durch Special Guest DJ MOGUAI. Im Eintrittspreis von 19 Euro (Tickets: https://elf-aftershowparty.ticket.io) ist dann auch ein Blick in die ehemalige Pfarrkirche inklusive, die ab dem Start des neuen Semesters von der Hochschule der bildenden Künste Essen genutzt wird.

Ansprechpartner

Domvikar & Cityseelsorger

Bernd Wolharn

An St. Quintin 3
45127 Essen

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen