von Cordula Spangenberg

Kirche transparent im neuen Glas-Pavillon am Dom

An der Kreuzigungsgruppe am Essener Dom steht nun ein Pavillon und wartet darauf, mit Leben gefüllt zu werden.

Kirche transparent – das ist der Plan für den neuen Pavillon direkt neben dem Essener Dom. Am Wochenende wurde der neue Kirchort erstmals eröffnet. City-Seelsorger Bernd Wolharn und Pastoralreferent Michael Diek sprachen die Passanten an, verteilten Infos – und sie hoffen, dass der transparente Glas-Raum sich etablieren wird als Kontaktstelle zur katholischen Kirche in Essen.

Noch ist der Pavillon nicht ausgestattet, es fehlen die geplanten Sitzmöbel, das geschmiedete Kreuz aus der Benediktiner-Abtei Meschede und ein großer Bildschirm, auf dem man dann schon von außen sehen kann, was in Kirche und Caritas von Essen gerade los ist. Und da hat Bernd Wolharn allerhand geplant. Eine „W(a)age Advent“: Um Klötze, die für unterschiedliche Werte und Gewichte stehen, auf die Waage zu stellen und zu überlegen, was – gerade in der Corona-Zeit – aus dem Gleichgewicht geraten ist. Natürlich wird am 6. Dezember der Nikolaus vor Ort auf der „Kettwiger“ sein – Bernd Wolharn hat Erfahrung in dieser Rolle. Zu Weihnachten wird das Friedenslicht aus Bethlehem am neuen Standort geteilt. Und ebenfalls an Weihnachten zum Fest der Heiligen Familie lädt die City-Seelsorge zu „Kirche geht Kino“ ein mit dem Film „Systemsprenger“, der Geschichte eines Mädchens, das durch alle sozialen Netze gefallen ist. Natürlich wird es am neuen Standort am Dom auch den „Pilgerstempel“ für die neuen Pilgerwege im Bistum Essen geben und außerdem die Möglichkeit, über Glauben, Leben und Liebe zu reden und gegebenenfalls wieder in die Kirche einzutreten.

Wenn der Service gut war, kommst du wieder

Der Cityseelsorge geht es nicht darum, Menschen „in die Kirche zu kriegen“, sondern sie versteht sich als Tankstellen-Angebot: „Fährst vor, fährst weg. Wenn der Service gut war, kommst du wieder“, sagt Wolharn.

Die Allgemeine Sozialberatung der Caritas Essen will künftig im Pavillon Termine anbieten. Die Streetworker von Caritas, Diakonie, AWO und Stadt Essen werden präsent sein. Der Raum eigne sich auch vorzüglich für Pfarreisitzungen oder Werbungen für Pfarrei-Veranstaltungen, um auf dem großen Monitor schon von außen sichtbar zu machen, mit welchen Themen die katholische Kirche vor Ort sich beschäftigt, sagt Wolharn.

City-Seelsorge funktioniert nur, wenn viele Menschen mitmachen. Pastoralreferent Michael Diek ist einer von ihnen. Er ist Seelsorger der Pfarrei St. Gertrud, die ab dem kommenden Jahr als Innenstadtpfarrei eng mit dem Essener Dom zusammenarbeiten wird. Michael Diek steht an diesem Wochenende mit seinem kleinen Sohn und gemeinsam mit Bernd Wolharn am Glaspavillon und beantwortet neugierige Fragen der Passanten: „Darf ich mal fragen – wird hier ein neuer Autosalon eingerichtet?“ Wolharn und Diek geben den Menschen eine Karte mit. „Grüßgott“ steht darauf, und dass der Pavillon am Dom zu Information, Begegnung und Gespräch einlädt.

Kirche in der Stadt - wer will mitmachen?

Wolharn als City-Seelsorger und Diek als Pastoralreferent der Orts-Pfarrei wünschen sich nun Ehrenamtliche als Gastgeber. „Wir wollen als Kirche präsent sein, wenn in der Stadt was los ist – auf der Gourmet-Meile oder am Weihnachtsmarkt. Dafür brauchen wir feste Öffnungszeiten und Christen, die mitmachen, ansprechbar und auskunftsfähig sind“, sagt Wolharn, bevor er mit dem Ausruf „Jetzt kommen Düsseldorfer“ Passanten begrüßt, die er von der Touristenseelsorge auf Texel kennt.

Die City-Seelsorge „grüßgott“ lädt alle Interessierten an einem Engagement am neuen Pavillon am Mittwoch, 24. November, um 19 Uhr zu einem Informationstreffen ein. Ein weiteres Treffen findet am Donnerstag, 16. Dezember um 19 Uhr statt. Treffpunkt ist der neue Glaspavillon von „grüßgott“. Weitere Fragen beantwortet City-Seelsorger Bernd Wolharn, Tel.: 0201/2204 214 oder E-Mail: gruessgott@bistum-essen.de.

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