Hitze im Habit: Ordensleute geben Tipps gegen hohe Sommertemperaturen

Bistum Essen

Bei den aktuellen Sommertemperaturen kommen auch die Ordensschwestern und -brüder im Bistum Essen ordentlich ins Schwitzen. Was dagegen hilft, verraten die Oberhausener Schwester Kerstin-Marie Berretz und Prior Maurus Zerb aus Bochum-Stiepel.

Tunika und Skapulier, Zingulum und einen Schleier für die Frauen: Das bodenlange „Habit“-Gewand der Ordensfrauen und -männer im Bistum Essen besteht aus drei bis vier Stoffschichten. Gerade bei den heißen Sommertemperaturen alles andere als leichte Kleidung. Bis zu 28 Grad sind es in der Kirche des Klosters Stiepel in Bochum. „Wir haben das Chorgebet schon in den Kapitelsaal verlegt, da kann man die Fenster weit öffnen“, sagt Prior Maurus Zerb. Außerdem rät der 55-Jährige mit einem Augenzwinkern: „Möglichst wenig bewegen, damit man nicht ins Schwitzen kommt.“ Auch Schatten suchen und viel trinken gehört zu den Tipps, mit denen der Zisterziensermönch die heißen Tage gut übersteht.

"Ein Eis hilft immer“

Das rät auch Schwester Kerstin-Marie Berretz, die im Oberhausener Vincenzhaus arbeitet und lebt. In ihrem Büro, der Kapelle oder den Zellen sind es momentan immer um die 30 Grad. „Am besten geht man um 6 Uhr nach draußen, wenn es noch kühler ist“, sagt die 40-Jährige. „Wir treffen uns dann zum Beispiel im Garten.“ Ansonsten versucht auch die Arenberger Dominikanerin viel frische Luft nach drinnen, Fenster und Zellentüren offen zu lassen. „Und ein Eis hilft immer“, ist sie überzeugt.

Ein Sommergewand aus leichterem Stoff

Für die Mönche in Stiepel gibt es spätestens im nächsten Jahr eine kleine Erlösung: Aus leichterem Stoff ist ein Sommerhabit geplant. Der Habit sei eben auch ein Bußgewand, das werde einem im Sommer sehr deutlich gezeigt, sagt der Prior. Ansonsten helfe eben nur Geduld, da sind sich Bruder Maurus und Schwester Kerstin-Marie einig: „Das ist eben der Sommer, man muss ihn nehmen, wie er ist.“

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