von Cordula Spangenberg | Jens Albers

Fast 10 Jahre Engagement für „Wachstum und Wunder“

Fast 10 Jahre hat der Oberhausener Markus Etscheid-Stams im Bistum Essen in vielen Veränderungsprozessen mitgewirkt. Nun verlässt er das Bistum, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Mit einer Bilanz, die sich sehen lassen kann, verlässt Markus Etscheid-Stams zum 30. September das Bistum Essen. Seit 2013 hat der 42-Jährige Oberhausener zunächst als persönlicher Referent von Generalvikar Klaus Pfeffer und zuletzt als Leiter des Stabsbereichs Projektmanagement die Kirchenentwicklung im Bistum Essen mitgestaltet.

Generalvikar Pfeffer hob beim Abschied hervor, dass Etscheid-Stams den Dialogprozess zu Beginn des Jahrzehnts sehr entscheidend geprägt habe, aus dem das Zukunftsbild des Ruhrbistums erwachsen ist.  Herausragend waren dann die beiden großen Zukunftsforen, die Bündelung vieler guter Ideen in zunächst 40, dann 20 innovativen Zukunftsbild-Projekten sowie weitere Prozesse, mit denen das Bistum in allen Bereichen versucht, sich den gewaltigen Herausforderungen der katholischen Kirche zu stellen.

„Mit seinem Talent, Menschen zu begeistern, zusammen zu führen und komplexe Prozesse mit viel Geschick zu steuern, hat Etscheid-Stams sehr dabei geholfen, in unserem Bistum wichtige Veränderungen voranzubringen“, so der Generalvikar.  Mit dem Zukunftsbild sei es gelungen, eine Vision von einer Kirche zu beschreiben, die zukunftsfähig sein kann und auch in schwierigen Zeiten motiviert. „Daran hat er einen ganz entscheidenden Anteil“, stellte Pfeffer klar.

Markus Etscheid-Stams zeigte sich selbst auch stolz beim Rückblick auf seine Jahre im Bistum Essen. Das Zukunftsbild sei „immer noch eine starke Vision, wie wir Kirche sein wollen“. Diese Vision habe ihn stets begleitet: „Es ging mir darum, begreifbar und erfahrbar zu machen, wie die Zukunft von Kirche in Pastoral und Verwaltung sein könnte“, so Etscheid-Stams. Und das sei auch vielfach gelungen: „Gemeinsam haben wir dieses Bistum verändert. Die Kirche ist heute eine andere als 2013 – wir haben eine Kirche mitmehr Offenheit und Dialog, mit mehr Experiment und Innovation, mit mehr gemeinsamer Ausrichtung und Identität, mit mehr Menschlichkeit und freiheitlicher Perspektive.“

Etscheid-Stams hinterlässt wichtige Grundlagen für die weitere Arbeit im Bistum Essen. Zuletzt engagierte er sich in dem umfangreichen Verwaltungs- und Digitalisierungsprozess „BE:moved“, mit dem die Weichen für eine zukunftsfähige „digitale“ Kirche gestellt wurden. Auch in zwei wichtigen Büchern, die er als Mitherausgeber verantwortete, hat er Spuren hinterlassen: Die Studie „Kirchenaustritt – oder nicht?“ sowie die Auswertung der Voten aus den Pfarreientwicklungsprozessen unter dem Titel „Gesucht: Die Pfarrei der Zukunft“ haben ein beachtliches Echo ausgelöst.

Bei seiner Verabschiedung fasste der Theologe und Betriebswirt seine zehn Jahre im Bistum zusammen: „Ich habe für Wachstum und Wunder in der katholischen Kirche gearbeitet.“ Vieles lasse sich planen und kalkulieren, aber zugleich entwickele sich anderes auf wunderbare Weise ganz eigenständig – als Zeichen des Wirkens Gottes in der Welt.  Bischof Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer dankte Etscheid-Stams für hohes Vertrauen und Zutrauen. Generalvikar Pfeffer gab den Dank zurück: „Du hast dich  in bemerkenswerter Weise für unser Bistum engagiert und warst mir ganz persönlich eine wichtiger Begleiter!“

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