von Deutsche Bischofskonfernez

Eröffnungsgottesdienst zu den „Rhine-Ruhr 2025“-Games

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Essener Kreuzeskirche haben Bischof ‎Overbeck und Präses Latzel gemeinsam mit Studierenden, Sportlerinnen und ‎Sportlern sowie Gästen den Auftakt der FISU World University Games gefeiert. Im ‎Mittelpunkt standen die Themen Teilhabe, Gemeinschaft und gelebte ‎Gastfreundschaft.‎

Anlässlich der bevorstehenden Eröffnung der FISU World University Games ‎‎(Welt-Universitätsspiele) haben Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen) und ‎Präses Dr. Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland) am heutigen ‎Abend (15. Juli 2025) zu einem ökumenischen Gottesdienst in die ‎Kreuzeskirche in Essen eingeladen. Unter dem Motto „Everybody is all-in“ ‎‎(„Alle spielen mit“) kamen Studierende, Sportlerinnen und Sportler, ‎Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Hochschulsport sowie der ‎gastgebenden Städte zusammen, um gemeinsam den Auftakt des internationalen ‎Sportereignisses zu feiern, das vom 16. bis 27. Juli 2025 in der Region ‎Rhein-Ruhr und Berlin ausgetragen wird.‎

Hintergrund

Die FISU World University Games (Fédération Internationale du Sport Universitaire – ‎Welt-Universitätsspiele, früher: „Universiade“) sind das weltweit größte Multisportereignis für ‎Studierende und finden alle zwei Jahre statt. Die 33. Sommerausgabe unter dem Namen ‎„Rhine-Ruhr 2025“ wird vom 16. bis 27. Juli 2025 unter anderem in Essen, Bochum, Duisburg, ‎Mülheim an der Ruhr, Hagen sowie in Berlin ausgetragen. Erwartet werden mehr als 8.500 ‎Athletinnen und Athleten aus über 150 Ländern, die in insgesamt 18 Sportarten ‎gegeneinander antreten.

In der dialogisch gehaltenen Predigt betonte Bischof Overbeck die ‎gesellschaftliche Dimension des Mottos: „‚Alle spielen mit‘ ist für mich weit ‎mehr als ein sportliches Motto – es ist ein starkes Bild für gelebte Teilhabe und ‎Solidarität. Dieses große Sportfest macht sichtbar, was wir uns auch für unsere ‎Gesellschaft wünschen: dass jeder Mensch seinen Platz hat, unabhängig von ‎Herkunft, Fähigkeiten oder Lebensgeschichte.“ Er betonte: „Im Sport wie im ‎Glauben geht es darum, Grenzen zu überwinden und Gemeinschaft im besten ‎Sinne zu leben.“‎

Präses Latzel machte deutlich, wie sehr die Spiele eine Chance für Begegnung ‎und Verständigung bieten: „Ich erwarte, dass hier Begegnungen stattfinden, ‎die über Nationalitäten, Religionen und Kulturen hinweg Brücken bauen. ‎Glaube und Sport sind in der Gemeinschaft am schönsten. Ich wünsche mir, ‎dass die Athletinnen und Athleten ebenso wie das Publikum erleben, wie ‎Respekt, Wettbewerb und Gemeinschaft zusammengehören.“ Er erinnerte ‎zugleich an die Verantwortung der Gastgeberinnen und Gastgeber: „Für die ‎Menschen hier vor Ort in der Rhein-Ruhr-Region ist so ein Großevent eine ‎wunderbare Gelegenheit, Gastfreundschaft zu üben. Fremden offen und ‎freundlich zu begegnen, ist für uns Christen eine Herzenssache. Schön, wenn ‎davon etwas in den Spielen zu spüren ist.“‎

Ausgangspunkt der dialogischen Predigt war die biblische Erzählung aus dem ‎Markusevangelium, in der vier Freunde einen Gelähmten zu Jesus bringen. Präses Latzel ‎betonte dabei: „Uns ist es nicht egal, wenn Menschen liegen bleiben – auf dem Spielfeld oder ‎im Leben. Dann gehen wir hin, packen an – und, wo nötig, leihen wir einander die Beine.“ ‎Auch auf die Parallelen zwischen Sport und Glaube ging Bischof Overbeck ein: „Im Sport wie ‎im Glauben braucht es Ausdauer, Konzentration und vor allem mentale Stärke. Entscheidend ‎ist dabei nicht nur der individuelle Wille, sondern auch die Unterstützung durch andere: wie bei ‎den Freunden im Evangelium, die gemeinsam Hindernisse überwinden.“‎

Zu den Gästen des Gottesdienstes zählten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des ‎Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh), des Bundesministeriums des Innern, ‎der Stadt Essen sowie ökumenische Kirchenverantwortliche. Musikalisch wurde die Feier von ‎Popkantorin Lina Wittemeier und einem Chor begleitet. Im Zentrum der Liturgie stand eine ‎symbolische Aktion, bei der bunte Bälle – jeweils stellvertretend für unterschiedliche Gruppen ‎wie Athletinnen und Athleten, Volunteers oder Studierende – in ein Kreuz gelegt wurden. Ein ‎sichtbares Zeichen dafür, dass alle – so verschieden sie sind – zu einer weltweiten Gemeinschaft ‎gehören.‎

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen