von Ulrich Lota

Ein fester Termin im Kalender

Der Anfang war rückblickend sicher nicht einfach. In den vergangenen Jahren aber waren die regelmäßigen Treffen von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Vertretern des „Forums Essener Lesben und Schwulen – F.E.L.S“. ein fester Termin im Kalender - und eine Selbstverständlichkeit.

Jetzt war der Ruhrbischof erstmals auf Einladung von F.E.L.S. zu Gast in den Räumen der AIDS-Hilfe Essen, um mit Vertreterinnen und Vertretern des Forums sowie einigen Gästen den 2010 begonnenen kritisch-konstruktiven Dialog fortzusetzen.

In einer von Markus Willeke, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Essen, moderierten Gesprächsrunde schilderten F.E.L.S.-Sprecherin Claudia Fockenberg und Dr. Guido Schlimmbach, Pressesprecher der AIDS-Hilfe NRW, ihre persönlichen Lebenswege. Dabei kamen auch viele kritische Fragen an die katholische Kirche zur Sprache, die durch eigene, teils als schmerzhaft erfahrene Erlebnisse mit und in der Kirche ausgelöst wurden. Der Bischof zeigte Verständnis dafür, wenn gleichgeschlechtlich orientierte Menschen oft eine eher distanzierte bis ablehnende Haltung gegenüber der katholischen Kirche hätten. Zur Sprache kamen auch der Umgang kirchlicher Arbeitgeber mit eingetragenen Lebenspartnerschaften sowie der Wunsch einiger, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen.

Trotz mancher Kontroversen und offen gebliebener Fragen zogen die Beteiligten nach einem knapp zweistündigen Gespräch ein positives Fazit. Auch dieser Abend habe deutlich gemacht, dass in den vergangenen Jahren auf beiden Seiten sehr viel Vertrauen gewachsen sei und gegenseitige Akzeptanz. Keine Frage: der kritisch-konstruktive Dialog geht weiter.

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