von Thomas Rünker

Ein Dialogkreuz für jede Kita im Bistum Essen

Das besondere Kreuz steht seit zehn Jahren für Offenheit und Transparenz, aber auch Halt und Stabilität im Ruhrbistum. Nun lädt es Kinder dazu ein, es anzufassen und zu gestalten – und so den christlichen Glauben zu begreifen. Auch alle Bistums-Schulen erhalten ein eigenes Dialogkreuz.

Standfest und dennoch transparent und offen – so steht das Dialogkreuz seit zehn Jahren auf Schreibtischen, in Räumen oder als Blickfang bei Diskussionen und Veranstaltungen für die Gesprächskultur in den katholischen Gemeinden, Verbänden und Einrichtungen im Bistum Essen. Nun trägt das Bistum diese Kultur auch zu den Jüngsten: Alle 261 Kindertagesstätten im Kita-Zweckverband des Bistums erhalten in diesen Tagen ein eigenes Dialogkreuz aus der Schmiede von Pater Abraham Fischer im Benediktinerkloster Königsmünster in Meschede. Und auch die weiterführenden Schulen des Bistums bekommen jeweils ein eigenes Kreuz, um mit ihren Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern damit zu arbeiten.

Arbeiten? Für Pater Abraham und die Verantwortlichen im Bistum Essen ist das Dialogkreuz kein Schmuckstück oder ein Symbol, das an der Wand verstaubt. „Das Dialogkreuz ist benutzbar“, erklärt Marlies Woltering, Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung des Bistums. „Man kann es anfassen, hindurchschauen, etwas hineinlegen oder -hängen. Mit diesem Kreuz kann Glaube in Bewegung in kommen.“

Das Dialogkreuz – zehn Jahre Dialoggeschichte im Bistum Essen

Das Dialogkreuz ist aus keinem besonders kostbaren Metall, sondern aus gewöhnlichem Stahl, der die Region an Rhein, Ruhr und Lenne so stark geprägt hat und bis heute prägt. Erdacht und konstruiert von Pater Abraham Fischer in seiner Schmiede in der sauerländischen Benediktinerabtei Königsmünster steht dieses Kreuz seit Beginn des Dialogprozesses im Bistum Essen im Jahr 2011 für eine neue Kultur des Miteinanders in der Kirche an Rhein und Ruhr. Eine Kultur, die von Offenheit geprägt sein soll. Hinter diesem Kreuz kann man sich nicht verstecken – aber es steht für Halt und Stabilität. Dabei ist der Stahl bewusst eine Legierung, die mit den Bedingungen in ihrer Umgebung ihr Äußeres verändert, die sich aber auch wieder säubern und polieren lässt: Ein Zeichen für den ständigen Wandel der Kirche.

Erste Erfahrungen damit hat schon die katholische Kita St. Johann Baptist in Essen-Altenessen gemacht. Gemeinsam haben die 45 Kinder entschieden, dass das neue Kreuz in den Eingangsbereich kommt, berichtet Kita-Leiterin Inga Nowak: „Dort sehen es alle, außerdem steht darüber unser Wunsch: ,Der Herr segnet dieses Haus und alle die gehen ein und aus‘.“ Täglich brennt in dem Kreuz nun eine Kerze, „als unser ewiges Licht“. Und ein farbiges Tuch sieht nicht nur hübsch aus, sondern verweist, so Nowak, auf die jeweils aktuell passende Farbe im Kirchenjahr: Im Advent ist dies violett. „Jetzt, vor Weihnachten, treffen wir uns mit unseren Kindern jeden Tag an unserem Kreuz“, so Nowak. Schließlich sind hier auch der Adventskranz und der Adventskalender der Kita. Außerdem steht das Kreuz zwischen ganz vielen Informationen und Angeboten des Familienzentrums, hat seinen Platz also gewissermaßen mitten im Leben der Familien in Altenessen.

Denkbar sei auch, dass Erzieherinnen das Dialogkreuz von der Wandhalterung nehmen und in die Mitte eines Stuhlkreises legen, sagt Woltering. „Dann können die Kinder zum Beispiel selbstgemalte Bilder in das Kreuz legen oder hängen.“ Zahlreiche Anregungen zu der Arbeit mit dem Dialogkreuz gibt eine eigene Arbeitshilfe, die Kitas und Schulen mit dem Kreuz erhalten.

Im kommenden Jahr soll das Dialogkreuz zudem weitere Einrichtungen und Gruppen erreichen, so Wolterings Plan. Gemeinsam mit den Pfarreien werde dann überlegt, welche weiteren Orte für dieses besondere Symbol für den Glauben und die Kultur im Ruhrbistum infrage kommen. Wer sich für eines der Dialogkreuze, die es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen gibt, interessiert, kann sich an Marlies Woltering wenden.

Video: Die Entstehung des Dialogkreuzes

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Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Marlies Woltering

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