Drei Fragen an Schuldezernentin Eva Lingen: Wie läuft der Schulstart mit Corona?

Bistum Essen

Seit rund einer Woche läuft der Betrieb an den Bischöflichen Schulen wieder. Eva Lingen, Schuldezernentin im Bistum Essen, erzählt, wie der Schulstart mit Corona-Maßnahmen klappt.

Welche Regeln und Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben die bischöflichen Schulen im Bistum Essen zum Start des neuen Schuljahrs getroffen?

Die Gesundheit aller war für uns der Maßstab, um nach den Ferien wieder mit dem Unterricht zu beginnen. Um das neue Schuljahr für das Personal an den Schulen, für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Eltern und Familien verantwortungsvoll und immer unter Beachtung des Infektionsgeschehens vorzubereiten, haben wir uns an die Vorgaben und Hinweise des Ministeriums für Schule und Bildung gehalten. Um den Lehrkräften für den freiwilligen Corona-Test den Weg zu niedergelassenen Ärzten zu ersparen, haben wir an den Schulen einen zentralen Test angeboten. An allen bischöflichen Schulen gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, entsprechende Abstände in den Lerngruppen sind klar definiert, es gelten Einbahnstraßenregeln in den Fluren und Gemeinschaftsräumen. Für unsere Lehrer gibt es Masken und teilweise Spuckschutzwände. Da prüfen wir, weitere Spuckschutzwände aufzubauen und wünschen uns weitere Förderungen durch das Land NRW, hier reichen die Mittel bisher nicht aus. Auf Reinigung und Desinfektion wird in allen Lerngruppen streng geachtet. Außerdem gibt es bei uns einen gestaffelten Schulbeginn zwischen 7.30 und 8.30 Uhr. Der Sportunterricht findet draußen statt. Auch für die Mittagessenverpflegung und den Verkauf am Schulkiosk gibt es ein strenges Hygienekonzept, ausgerichtet an den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums. Dazu zählen zum Beispiel ausreichende Abstände zwischen Tischen und Stühlen, dabei sollten möglichst nur Schüler einer Klasse zusammensitzen. Auch für das Personal in den Kantinen gelten Hygieneregeln, es muss zum Beispiel alle 30 Minuten die Hände desinfizieren, ansonsten nach jedem Abräumen von Geschirr. Maskenpflicht gilt dort auch durchgehend für das Personal und alle Schüler außerhalb des Essens.

Wie klappt die Umsetzung dieser Maßnahmen bisher? Wie gehen Sie mit Corona-Verdachtsfällen um?

Durch die sehr gute Vorbereitung durch Schulleitungen und Lehrkräfte und die enge Abstimmung mit dem Schulträger ist die Umsetzung reibungslos gelaufen. Die Schulen achten streng auf das Infektionsgeschehen und dokumentieren mögliche Verdachtsfälle und damit verbundene Maßnahmen. Diese Dokumentation wird dann wöchentlich an den Schulträger übermittelt. Die Schulen selbst tauschen sich mit den zuständigen kommunalen Gesundheitsämtern aus. Im Akutfall sind die Schulleitungen gehalten, unverzüglich den Schulträger zu informieren. Das war bisher zum Glück nicht nötig.

Wie ist die bisherige Reaktion und erste Bilanz der Schüler, Eltern und Lehrer?

Alle Beteiligten sind wirklich froh, dass der Unterricht wieder begonnen hat. Die Wiedersehensfreude bei Lehrerinnen und Lehrern und ihren Schülerinnen und Schülern hat überwogen. Die Eltern haben sich durch die Informationen der Schulen vor dem Schulstart und danach sehr gut vorbereitet gefühlt. Auch das Tragen der Masken akzeptieren die Schülerinnen und Schülern problemlos.

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