von Thomas Rünker

Domvikar Gerd Lohaus geht in den Ruhestand

Bischof Overbeck emeritiert seinen Referenten für Kirchliche Lehre und Theologische Wissenschaft. 75-jähriger Experte für Ökumene war unter anderem persönlicher Referent der Bischöfe Hubert Luthe und Felix Genn und leitete die Zentralabteilung Glaubenslehre, Liturgie und Ökumene im Bischöflichen Generalvikariat.

Bischof Franz-Josef Overbeck hat jetzt den Domvikar und Referenten für Kirchliche Lehre und Theologische Wissenschaft, Gerd Lohaus, emeritiert. Lohaus war am 15. Februar 75 Jahre alt geworden und wurde – wie alle Priester in diesem Alter – von ihren Pflichten im aktiven Dienst entbunden.

Ökumene-Experte und Referent von drei Ruhrbischöfen

1946 in Essen geboren, absolvierte Lohaus zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann und begann 1970 mit dem Studium der Theologie in Bochum und Freiburg. 1976 wurde er zum Priester geweiht und wirkte zunächst zwei Jahre als Kaplan in der Gemeinde St. Engelbert in Essen-Mitte. Nach Fortsetzung seines Studiums und der Promotion 1984 war er als Subsidiar an St. Pius in Bochum-Wattenscheid und als Religionslehrer und Gymnasialpfarrer in Gelsenkirchen-Buer tätig sowie für die Ausbildung der Ständigen Diakone verantwortlich. 1988 ernannte ihn Bischof Franz Hengsbach zum Dozenten und Leiter des Essener Seminars für Gemeindereferentinnen.

1991 wurde Lohaus zudem die Aufgabe des Beauftragten für Ökumenische Fragen im Bistum Essen übertragen. Ein Jahr später folgte die Ernennung zum Domvikar am Essener Dom. 1996 berief ihn Bischof Hubert Luthe zum Dezernenten für Glaubenslehre und Gottesdienst sowie zu seinem persönlichen Referenten; von 2003 bis 2010 übernahm er diese Aufgabe auch für Bischof Felix Genn. Von 2002 bis 2005 war Lohaus zudem Geistlicher Assistent des Diözesanrates der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen. Seit 2006 leitete er die Zentralabteilung Glaubenslehre, Liturgie und Ökumene im Bischöflichen Generalvikariat, bevor ihn Bischof Overbeck 2013 zu seinem Referenten für Kirchliche Lehre und Theologische Wissenschaft ernannte.

Overbeck: „Hoffnungsvolle Aufbrüche nach dem 2. Vatikanischen Konzil“

Overbeck dankt Lohaus in seinem Entpflichtungsschreiben „für Ihren langjährigen und engagierten priesterlichen Dienst“. Er schreibt: „Sie haben Ihren priesterlichen Dienst versehen anfangs in der Zeit hoffnungsvoller Aufbrüche in den Jahren nach dem 2. Vatikanischen Konzil und im weiteren Verlauf in einer Zeit der sich immer stärker auswirkenden gewaltigen Umbrüche in der Gesellschaft mit überraschenden Auswirkungen auch für das Leben der Kirche. Davor habe ich großen Respekt, und hierfür danke ich Ihnen ganz herzlich!“

Dem Essener Dom bleibt Lohaus als Domvikar Emeritus des Essener Domkapitels verbunden.

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