von Christian Schnaubelt und Thomas Rünker

Diözesanrat im Bistum Essen weitet sein Engagement aus

Vollversammlung des höchsten Laiengremiums im Bistum Essen: Delegierte aus Pfarrgemeinden, Katholikenräten und Verbände wollen stärker „mit einheitlicher Stimme“ sprechen.

Klimaschutz, Menschenrechte oder „Kirche der Zukunft“… – bei seiner Vollversammlung hat der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen am Donnerstagabend, 17. Juni, sechs Schwerpunkt-Themen vorgestellt, mit denen sich das höchste Laiengremium im Ruhrbistum in den kommenden Monaten besonders intensiv beschäftigen wird. Außerdem haben die Delegierten aus Pfarrgemeinderäten, Katholikenräten und katholischen Verbänden bei ihrem Präsenztreffen in der Duisburger Kulturkirche Liebfrauen Perspektiven diskutiert, die sich für das Bistum Essen aus der sogenannten „MHG-Studie“ zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und aus dem bundesweiten Reformprozess „Synodaler Weg“ für das Bistum Essen ergeben werden.

Neuer Vorstand stellt Schwerpunkte vor

Bei seiner digitalen Herbst-Vollversammlung hatte der Diözesanrat die stellvertretende Kolping-Bundesvorsitzende Klaudia Rudersdorf aus Essen und den Gelsenkirchener Björn Krause, Vorsitzender des Jugendverbands BDKJ im Bistum Essen, zur neuen Doppelspitze gewählt. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Diözesanausschusses hatte der Vorstand die sechs Schwerpunkt-Themen erarbeitet, die nun der Vollversammlung in Duisburg vorgestellt wurden:

  1. Klimaschutz, Ökologie, Nachhaltigkeit
  2. Menschenrechte / Flüchtlingspolitik
  3. Kommunalpolitik
  4. Ehrenamt
  5. Sozialpastoral – Kirche der Zukunft
  6. Öffentlichkeitsarbeit

Zu diesen Themenfeldern konnten die Mitglieder der Vollversammlung Rückmeldungen und Vorschläge geben. Zudem wurden neue Arbeitsgruppen eingerichtet oder bereits bestehende Arbeitsgruppen um neue Mitglieder erweitert, die sich in den kommenden Monaten mit diesen Themen beschäftigen.

„Mit einheitlicher Stimme sprechen“

„Wir wollen als Diözesanrat mit einer einheitlichen Stimme sprechen“, betonte die Vorsitzende Klaudia Rudersdorf und verwies darauf, dass dazu neben den sechs vorgestellten Themenfeldern vor allem der Austausch mit den „drei Säulen“ des Diözesanrates ausgeweitet werden soll: Mit den Konferenzen der Verbände, den Katholikenräten auf kommunaler Ebene und den Pfarrgemeinderäten. „Wir wollen eine offene und einladende Kirche sein“, ergänzte der Vorsitzende Björn Krause und betonte, dass es dazu auch notwendig sei, die aktuellen Themen wie die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs „in den Gemeinden zu verankern“ und stärker als bisher „in die Breite zu tragen“.

Wahlen im Frühjahr 2022

Bei der ordentlichen Vollversammlung des Diözesanrates im Frühjahr 2022 werden turnusgemäß – im Nachklang zu den Wahlen für die Pfarrgemeinderäte im November 2021 – ein neuer Vorstand und neue Mitglieder für den Diözesanausschuss gewählt. Weitere Informationen gibt es auf der Website: www.dioezesanrat-essen.de/

Diözesanratsvorstand unterstützt Umsetzung der „MHG“-Projekte

Auch wenn die Vollversammlung des Diözesanrates mit 45 Delegierten nicht stimmberechtigt war und damit formal keine Voten abgeben konnte, haben die Delegierten dennoch klare Signale gesendet: Einerseits durch die Ankündigung von mehreren Veranstaltungen zum Thema Flüchtlingspolitik, unter anderem in Kooperation mit Pax Christi und der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“. Andererseits mit einem deutlichen Plädoyer für eine konsequente Umsetzung der Handlungsleitlinien aus der „MHG-Studie“ zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und aus dem „Synodalen Weg“ für das Bistum Essen. Beide Themen hatten Andrea Qualbrink, Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung des Bischöflichen Generalvikariats, und Björn Krause der Versammlung vorgestellt. Mehrere Delegierte sprachen sich anschließend dafür aus, dass ein „struktureller und kultureller Wandel“ im Umgang mit den Konsequenzen für das Ruhrbistum notwendig sei. Der Diözesanratsvorstand sagte zudem seine Unterstützung bei der Umsetzung der Empfehlungen zu, die die MHG-Projektarbeitsgruppe am 23. August Generalvikar Klaus Pfeffer übergeben wird.

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