von Thomas Rünker

„Ein Funke Mut“: Friedenslicht aus Bethlehem leuchtet im Bistum Essen

Aus Bethlehem über Linz ins Ruhrbistum: Sechs Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben das Friedenslicht 2025 ins Bistum Essen geholt. Unter dem Motto „Ein Funke Mut“ wird die Flamme bis Weihnachten allein im Ruhrbistum an Tausende Menschen weitergegeben – als Zeichen für Frieden und Zivilcourage.

Ein weiter Weg und eine starke Symbolik: Aus dem österreichischen Linz haben am zweiten Adventwochenende sechs Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht ins Bistum Essen geholt, das zuvor vom elfjährigen Jeries Fadi Khier in Bethlehem entzündet worden war. Wie im vergangenen Jahr konnte zum zweiten Mal in der fast 40-jährigen Geschichte der in Österreich gestarteten Friedenslicht-Idee erneut kein Kind aus Österreich die brennende Flamme in der Geburtskirche Jesu abholen und von dort in die Welt verteilen. Stattdessen wurde Jeries‘ Licht nach Tel Aviv gebracht, per Flugzeug nach Österreich – und schließlich nach Linz. Dort nahmen am Samstag rund 1500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt das Licht in Empfang, um es von dort in ihre Heimatländer zu bringen – mit dabei die sechs jungen Leute aus dem Ruhrbistum.

Kleine Gesten mit großer Bedeutung für friedvolles Zusammenleben

„Ein Funke Mut“ ist das Motto der diesjährigen Friedenslicht-Aktion. Es soll ‎daran erinnern, dass oft kleine Gesten der Zivilcourage eine große Bedeutung für den ‎Frieden und das Zusammenleben in Demokratie und Freiheit haben.‎ Diese Idee hat die sechsköpfige Delegation der beiden Pfadfinderinnen und Pfadfinder-Verbände PSG und DPSG aus Linz zusammen mit der brennenden Friedenslicht-Flamme per Bus und Pkw nach am Wochenende nach Bochum gebracht. Am Sonntag gab es dort in der bunt beleuchteten Liebfrauenkirche die bistumsweite Aussendungsfeier des Friedenslichts, an der wiederum über 300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder teilnahmen.

Friedenslicht-Termine im Bistum Essen

Bis zum Heiligen Abend wird das Friedenslicht an vielen Orten im Ruhrbistum verteilt, so zum Beispiel am Freitag, ‎‎19. Dezember, um 18 Uhr in Bochum-Altenbochum (Liebfrauenkirche), am Samstag, 20. Dezember, um 12 Uhr in Bochum-Wattenscheid-Höntrop (St.-Maria-Magdalena-Kirche) und am Montag, 22. Dezember, zwischen 17 Uhr und 19 Uhr am Essener Dom. Weitere Informationen und Termine gibt es online auf www.friedenslicht.de

DPSG-Diözesankurat Jan Sie‎nert griff das Friedenslicht-Motto auf und fragte die Teilnehmenden der stimmungsvollen Lichterfeier, wo sie denn bereits mutig gewesen seien und wo sie sich vielleicht gewünscht hätten, mutiger zu sein. Der „Funke Mut“ wurde in dem Wortgottesdienst spür- ‎und sichtbar, als die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht mit Wunderkerzen ‎von Hand zu Hand weiterreichten und anschließend mit Laternen und Grubenlampen Licht an viele Orte im Ruhrgebiet und Sauerland weitertrugen. 

Weitergabe an „alle Menschen guten Willens“

‎‎„Bis zum Heiligen Abend werden in Nordrhein-Westfalen rund 15.000 Pfadfinderinnen und ‎Pfadfinder unterwegs sein, um das Friedenslicht an ‚alle Menschen guten Willens‘ weiterzureichen“, betonte der ‎Friedenslichtbeauftragte des rdp NRW, Christian Schnaubelt aus Bochum, der ebenfalls in Linz mit dabei war. Bereits zum 27. Mal beteiligen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Bistum Essen an der Aktion. „Ein starkes Zeichen für den Frieden, das bis heute ‎nichts an seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil sogar noch wichtiger ist“, so Schnaubelt.‎

Pressestelle Bistum Essen

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