von Ulrich Lota

Bistum Essen will Qualität der Bischöflichen Schulen erhalten

Generalvikar Klaus Pfeffer zur Diskussion um die Zukunft kirchlicher Schulen im Ruhrbistum

„Das Bistum Essen will seine Bischöflichen Schulen erhalten und Unsicherheiten für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer vermeiden.“ Das erklärte Generalvikar Klaus Pfeffer am Donnerstag, 30. August, mit Blick auf die derzeitige Diskussion um die Zukunft der Schulen in Trägerschaft des Ruhrbistums. Allerdings, so Pfeffer, werde man dieses Ziel mittelfristig ohne Unterstützung nicht erreichen können. „Darum suchen wir derzeit das Gespräch mit den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung“, so der Generalvikar weiter. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gute und nachhaltige Lösungen finden und die Anmeldezahlen an unseren Schulen konstant bleiben werden.“

Pfeffer verweist darauf, dass sich das Bistum Essen bereits seit vielen Jahren auf allen Ebenen in einem tiefgreifenden und spürbaren Veränderungs- und Entwicklungsprozess befinde. Die angesichts des demographischen Wandels und der abnehmenden Kirchenbindung sinkende Zahl an Kirchenmitgliedern werde in wenigen Jahren zu deutlich geringeren Kirchensteuereinnahmen führen. Gleichzeitig stiegen die Kosten in allen Bereichen. Deshalb müssten jetzt Schritte eingeleitet werden, um nicht in eine gravierende wirtschaftliche Schieflage zu geraten. Pfeffer: „Wir wollen auch in Zukunft mit der Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien einen wesentlichen Schwerpunkt setzen und darum auch in der Trägerschaft von Kitas und Schulen verbleiben – allerdings in einem Rahmen, der es ermöglicht, die gute Qualität der jeweiligen Einrichtungen zu sichern, und der wirtschaftlich leistbar ist.“                 

Der Generalvikar betonte, dass sich das Bistum Essen der Bedeutung der Schulen in kirchlicher Trägerschaft sehr bewusst sei. Zugleich wisse man um die Verantwortung für die Kinder, Jugendlichen und deren Familien, die den Schulen in kirchlicher Trägerschaft eine hohe Wertschätzung und ein hohes Maß an Vertrauen entgegen bringen. „Auch deshalb stellen wir uns den zu erwartenden Herausforderungen und verschweigen nicht, dass wir mittelfristig nicht in der Lage sein werden, die Trägerschaft aller Schulen in einer Weise aufrecht zu erhalten, die den hohen Qualitätsansprüchen genügt“, unterstreicht Pfeffer. Dies gelte insbesondere für die Investitionsverpflichtungen, die das Ruhrbistum als Schulträger hat, um seine Schulgebäude auf hohem Standard zu halten.                       

In einem ersten Schritt hat der Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat des Bistums Essen in seinen Beratungen den Handlungsbedarf bestätigt und die Empfehlung ausgesprochen, erste Sondierungsgespräche anzustoßen. „Solche Gespräche“, so Pfeffer, „brauchen in einem ersten Schritt einen geschützten Raum, weil es darum geht, verschiedene Möglichkeiten auszuloten und frei zu denken, ohne unter Entscheidungsdruck zu stehen.“

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