von Thomas Rünker

Bistum Essen bildet Ehrenamtliche für die Krankenhausseelsorge aus

Wer Patientinnen und Patienten in Kliniken mit Gesprächen und Gebeten beistehen möchte, kann sich für einen kostenlosen Kurs des Bistums Essen anmelden.

Eine neue Fortbildung qualifiziert Männer und Frauen zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der Krankenhausseelsorge

Der kostenlose Kurs beginnt im November und umfasst unter anderem 5 Wochenenden

Vor Kursbeginn gibt es individuelle Gespräche mit allen Interessentinnen und Interessenten

„Das Hören ist wichtiger als das Sprechen“, sagt Adolf Wöhrle. Gut zwei Jahre war der pensionierte Lehrer ehrenamtlich in der Klinikseelsorge am Essener Elisabethkrankenhaus tätig. Auf Wunsch hat er dort Patientinnen und Patienten besucht, mit ihnen gesprochen, gebetet und katholischen Christen aus der Kirche eine geweihte Hostie ans Bett gebracht. „Das war schön, weil wir viel Zeit hatten für die Leute“, sagt Wöhrle. Und trotz der Umstände – schließlich waren seine Gesprächspartner zum Teil schwer krank – „waren das meistens sehr schöne Gespräche“, erinnert er sich. Dann machte Corona diesem Ehrenamt vorerst ein Ende. Doch jetzt steht ein Neustart an, nicht nur für Wöhrle: Ab November bietet das Bistum Essen eine kostenlose Fortbildung für Männer und Frauen an, die sich künftig freiwillig in der Krankenhausseelsorge engagieren möchten: An einem oder zwei halben Tagen pro Woche sollen sie für Gespräche und Gebete auf Klinikstationen bereitstehen. Eingebunden in ein Team mit hauptberuflichen und weiteren ehrenamtlichen Klinikseelsorgerinnen und -Seelsorgern ist der Einsatz dabei an Krankenhäusern in Bottrop, Essen, Duisburg oder Hattingen möglich.

Kurs umfasst Orientierungstag und fünf Wochenenden

Auch Wöhrle hat sich für den Kurs angemeldet, der bis November kommenden Jahres einen Orientierungstag und fünf Wochenenden in der Akademie Klausenhof im niederrheinischen Hamminkeln umfasst. Motiviert hat ihn „die Erfahrung, dass die Gespräche – hoffentlich – nicht nur denen geholfen haben, die sich besucht habe, sondern auch mir“. Manchmal eher oberflächliche, manchmal sehr tiefgehende Unterhaltungen über Gott, die Welt und das Leben dazwischen – und auch über das Leid einer Krankheit. „Natürlich kommen da hin und wieder auch Fragen wie „,Warum ich? Warum nicht jemand anders? Wo ist die Gerechtigkeit Gottes?‘, aber das ist nicht beantwortbar“, sagt der Pädagoge, der früher Religion, Philosophie und Latein unterrichtet hat.

Gerade der Bereich „Kommunikation und Gesprächsführung“ ist einer der Schwerpunkte in der neuen Fortbildung für freiwillig Engagierte in der Krankenhausseelsorge. Weitere Themen sind „der eigene Glaubensweg“, verschiedene Sichtweisen auf Seelsorge und konkrete Hilfestellungen für „Rituale am Krankenbett“.

Informationen zum Kurs

Weitere Informationen zur Fortbildung und einen Anmeldeflyer gibt es hier: https://bistum.ruhr/krankenhausseelsorge.

Für Rückfragen und eine erste Kontaktaufnahme steht Krankenhausseelsorger und Projektleiter Johannes Schoenen bereit – Tel: 01590 / 14 66 357 oder E-Mail.

Wer sich für den Kurs und das Ehrenamt interessiert, den lädt Krankenhausseelsorger Johannes Schoenen zu einem ersten Gespräch ein: „Dabei sprechen wir über die Motivation der Interessentinnen und Interessenten und stellen die Referenten und das Konzept vor“, erklärt der Leiter des Bistumsprojekts „Freiwillig Engagierte in der Krankenhausseelsorge“. Wer Lust hat, sich in dem neuen Kurs fortbilden zu lassen, um sich anschließend mindestens zwei Jahre lang in einer Klinik zu engagieren, sollte sich möglichst rasch bei Schoenen melden. „Wir suchen Menschen, die gerne auf andere Menschen zugehen und mit ihnen kommunizieren können“, sagt er. Zudem sollten die Interessentinnen und Interessenten nicht deutlich älter als 65 Jahre sein.

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