von Thomas Rünker

Bistum bereitet Seelsorger mit neuer Ausbildung auf veränderte Aufgaben vor

Erste Absolventen des gute zweijährigen „Aufbaukurses Pastorale Herausforderungen“ haben am Mittwoch in Essen ihrer Zertifikate erhalten.

Die Kirche im Bistum Essen verändert sich – und mir ihr die Aufgaben und Rollen von Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Waren Priester früher oft Einzelkämpfer in der eigenständigen Leitung ihrer Gemeinden, sind sie heute längst Teil großer Pastoralteams, die gemeinsam die Verantwortung für die Seelsorge in den Pfarreien des Ruhrbistums übernehmen. Zudem werden Gemeinden zunehmend auch von Gemeindereferentinnen geleitet. Auf diese veränderten Aufgaben bereitet das Ruhrbistum seine Seelsorger jetzt mit einer neuen, aufwändigen Ausbildung vor. Als erste Teilnehmer haben jetzt 14 Priester, Gemeinde- und Pastoralreferenten aus Duisburg, Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Mülheim und Schwelm den „Aufbaukurs Pastorale Herausforderungen“ durchlaufen, der sie vor allem auf künftige Führungs- und Leitungsaufgaben in den Pfarreien des Ruhrbistums vorbereiten soll. Bei einer Feier im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus haben sie am Mittwoch ihre Abschluss-Zertifikate erhalten.

In dem gut zweijährigen Kurs haben sich die Seelsorge-Profis an insgesamt 31 Kurstagen mit Themen wie „Person und Rolle“, „Teams führen und leiten“ oder „Reflexion des eigenen Führungsverhaltens“ beschäftigt. Hinzu kamen Inhalte zu „Öffentlichkeits- und Pressearbeit“, „Konzept- und projektbezogenes Arbeiten, „Work-Life-Balance“ und „Umgang mit Konflikten“ sowie ein theologisch-spiritueller Schwerpunkt.

Nach den elf Gemeindereferentinnen und -referenten, zwei Priestern und einer Pastoralreferentin als Teilnehmer der Fortbildungs-Premiere, starten bereits Ende des Monats neue Seelsorger in diesen mehrmonatigen Kurs. Für alle Berufsanfänger in der Seelsorge, die spätestens 2015 geweiht oder beauftragt wurden, ist der Kurs fester Bestandteil ihrer Ausbildung – alle anderen Seelsorger können ihn freiwillig belegen.

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