Bischof ehrt scheidenden Diözesanrats-Vorsitzenden Wolterhoff

Vollversammlung des höchsten Laiengremiums im Bistum Essen konnte mangels Beschlussfähigkeit keinen Nachfolger für den langjährigen Vorsitzenden wählen. Für den Herbst hat auch die Co-Vorsitzende Dorothé Möllenberg ihren Rückzug vom Vorstandsamt angekündigt. Dann möchte die Vollversammlung ein neues Führungsduo wählen.

Mit dem Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ („für Kirche und Papst“) hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Mittwochabend, 11. März, auf der Vollversammlung des Diözesanrats der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen den scheidenden Vorsitzenden Luidger Wolterhoff ausgezeichnet. Der Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsdezernent der Stadt Gelsenkirchen hatte fast 34 Jahre nach Beginn seiner ersten Amtszeit und insgesamt 25 Jahren als Vorsitzender im vergangenen Herbst seinen Rückzug von der Spitze des höchsten Laiengremiums im Ruhrbistum angekündigt.

Wolterhoff sei immer „ein Mann der Kirche“ gewesen und der päpstliche Orden daher eine Anerkennung des „bedeutsamen Beitrags, den Sie für die Kirche geleistet haben“, sagte Overbeck. Er würdigte Wolterhoff als „lebendiges Beispiel“ für ein kirchliches Engagement für die sozialen Fragen. Wolterhoff sei in seiner Amtszeit „unermüdlich für die sozial Schwachen eingetreten“, nicht nur in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen, sondern im ganzen Bistum.

Soziale und gesellschaftliche Fragen prägten Wolterhoffs Amtszeit

Auch Wolterhoffs Co-Vorsitzende Dorothé Möllenberg betonte, dass gerade soziale und gesellschaftliche Fragen Wolterhoffs Amtszeit geprägt hätten. Zudem habe er versucht, alle Katholiken im Blick zu behalten und wichtige Veränderungen angestoßen.

Domkapitular Michael Dörnemann, Pastoraldezernent des Bistums Essen und Geistlicher Assistent des Diözesanrats, erinnerte an Wolterhoffs Vergangenheit in der kirchlichen Jugendarbeit. Als Vorsitzender des Diözesanrats habe er sich „in die Pflicht nehmen lassen, als man ihn rief“. In seinem Amt habe er sich stets für die „soziale und gesellschaftliche Mitverantwortung“ eingesetzt. Er habe die „Sorge für die Entwicklung des Ruhrgebiets“ wachgehalten und so die Rolle des Ruhrbistums als „Sozialbistum“ mitgeprägt.

Zudem sei Wolterhoff die Stärkung der Laien in der Kirche ein besonderes Anliegen gewesen, erinnerte Dörnemann. So habe er sich für eine Satzungsänderung stark gemacht, nach der die Pfarrgemeinderäte nun in der Diözesanrats-Vollversammlung direkt als stimmberechtigte Mitglieder vertreten sind.

Unter seiner Führung habe der Diözesanrat das Laienapostulat im Bistum Essen verändert und weitere Veränderungen stünden an, sagte Bischof Overbeck. Dabei solle der Diözesanrat weiterhin mit seiner Energie auch seine missionarische Rolle ausüben und „nahe bei den Menschen sein“, betonte der Bischof.

Vollversammlung wählt im Herbst ein Vorsitzenden-Duo

Eigentlich wollte die Diözesanrats-Vollversammlung am Mittwoch einen Nachfolger als Vorsitzenden wählen, das Gremium war jedoch nicht beschlussfähig. Nachdem auch die verbliebene Vorsitzende Möllenberg aufgrund einer neuen beruflichen Tätigkeit im Bistum angekündigt hat, im Herbst vom Vorsitzenden-Amt zurücktreten wird, vereinbarte die Vollversammlung, dann zwei neue Vorsitzende zu wählen.

Inhaltlich tauschten sich die Delegierten über den „Synodalen Weg“ aus. Während der gemeinsamen Messe ging auch Bischof Overbeck auf diesen Reformdialog der katholischen Kirche ein. In seiner Predigt nannte er den „Synodalen Weg“ einen „Weg der Solidarität“, der sich an den Nöten der Menschen orientieren solle. Dies sei ein „Gradmesser für die Kirche“. Die Kirche solle dabei vor allem eine „dienende Kirche“ sein.

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