von Thomas Rünker

Bischöfe bitten um Spenden für Adveniat

Infolge der Corona-Pandemie sind Mittel- und Südamerika sowie die Karibik auf die Weltkarte des Hungers zurückgekehrt. Die deutschen Bischöfe rufen deshalb eindringlich dazu auf, die bundesweite Adveniat-Weihnachtsaktion „ÜberLeben in der Stadt“ großzügig zu unterstützen.

60 Jahre Verbundenheit mit dem Bistum Essen

Franz-Josef Overbeck ist nicht nur Bischof von Essen, sondern als Vorsitzender der Bischöflichen Kommission Adveniat auch Adveniat-Bischof. Das in Essen ansässige Hilfswerk ist traditionell mit dem Ruhrbistum verbunden. Der erste Ruhrbischof Franz Hengsbach hatte 1961 eine „besondere Kollekte“ zum Weihnachtsfest für Lateinamerika vorgeschlagen – daraus wurde in den folgenden Jahren das Hilfswerk Adveniat. Hengsbach wurde der erste Vorsitzende der Adveniat-Kommission, ihm folgten von 1988 bis 2008 der Essener Weihbischof Grave, von 2008 bis 2010 der Essener Bischof Genn und seit 2010 Bischof Overbeck.

Zusammen mit allen anderen deutschen Bischöfen bittet der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck um Spenden für die bundesweite Adveniat-Weihnachtsaktion. Unter dem Motto „ÜberLeben in der Stadt“ rückt das Lateinamerika-Hilfswerk die Sorgen und Nöte der armen Stadtbevölkerung in den Blick. Infolge der Corona-Pandemie sind Länder aus Süd- und Mittelamerika oder der Karibik auf die Weltkarte des Hungers zurückgekehrt. Insbesondere in den Städten ist die Zahl der Menschen, die in Armut leben, extrem gestiegen. Die Bischöfe bitten deshalb in ihrem Aufruf um eine großzügige Spende bei der Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat. Wer aufgrund der Corona Situation in diesem Jahr auf einen Weihnachtsgottesdienst verzichtet oder verzichten muss, kann Adveniat auch mit einer Online-Spende unterstützen.

„Lateinamerika ist die am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Weltregion. Vor allem die Situation der Armen hat sich verschlechtert, viele erleiden große Not“, schreiben die Bischöfe. Die kirchlichen Partner vor Ort seien ein „Zeichen der Hoffnung“. Sie stellten sich dem wachsenden Elend entgegen: „Sie lindern akute Not, schenken Kranken und Trauernden Beistand, schaffen Existenzgrundlagen und kümmern sich um die Schwächsten: Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien.“ Seit mehr als 60 Jahren stehe Adveniat an der Seite der wirtschaftlich Ärmsten, betonen die Bischöfe und rufen mit einem eindringlichen Appell zum Spenden auf: „Wir bitten Sie um eine großzügige Spende bei der Adveniat-Weihnachtskollekte. Bleiben Sie den Menschen in Not und Armut verbunden.“

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