Bildung mit Zukunft: KEFB setzt künftig auf vier zentrale Standorte und vier klare Themenschwerpunkte
Symbolfoto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
Um den Menschen im Bistum Essen auch zukünftig ein starke und wertebasierte Bildungsarbeit anbieten zu können, bündelt die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) gGmbH im Bistum Essen ihre Arbeit in den kommenden drei Jahren an den vier Standorten Duisburg, Oberhausen, Essen und Gelsenkirchen. Von diesen Ankerstandorten aus organisiert die KEFB künftig die zentrale und dezentrale Bildungsarbeit in diesen sowie in Nachbarstädten des Ruhrgebiets, die thematisch in vier neuen Schwerpunkten gebündelt wird. Das ist das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, mit dem die Bildungseinrichtung auf die zunehmend angespannte finanzielle Situation reagiert. Sinkende Landes- und Bistumszuschüsse machen die nun beschlossenen Veränderungen unumgänglich.
„Um mit der KEFB weiterhin unterschiedlichsten Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen kirchliche Bildungsangebote machen zu können, richtet sich die KEFB strategisch neu aus“, sagt Judith Wolf, Leiterin des Ressorts Kulturentwicklung im Bistum Essen und Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der KEFB gGmbH. „Bis zum Jahr 2028 werden die Strukturen so gestaltet, dass die KEFB zukunftsfähig, effizient und inhaltlich fokussiert arbeiten kann.“
Diese Neuausrichtung ermöglicht es, Kosten zu senken und so die inhaltliche Arbeit gezielt zu stärken. Dies steht auch im Einklang mit dem Bistums-Entwicklungsprogramm „Christlich leben. Mittendrin.“: In den geplanten Stadtkirchen-Netzwerken auf kommunaler Ebene soll die KEFB künftig zusammen mit Pfarreien, Verbänden und anderen katholischen Einrichtungen eine wichtige Rolle einnehmen. „Dies gilt ausdrücklich nicht nur in den vier neuen Ankerstandorten der KEFB“, betont Wolf. Inhaltlich stehen künftig vier Themenschwerpunkte im Mittelpunkt, die die Kernaufgaben der KEFB klar und wirksam bündeln:
1. Familie stärken:
Die KEFB unterstützt alle Mitglieder und Formen familiären Zusammenlebens. Bildung und Begleitung bleiben zentrale Anliegen, um Familien in allen Lebensphasen zu fördern.
2. Dialog fördern und Demokratie stärken:
Die KEFB bietet Raum für den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Hintergründe. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung demokratischer und gesellschaftlicher Strukturen.
3. Ehrenamt qualifizieren:
Die KEFB analysiert und entwickelt passgenaue Qualifizierungsangebote für ehrenamtlich Tätige im Bistum Essen und darüber hinaus – bedarfsorientiert und möglichst wohnortnah
4. Prävention sexualisierter Gewalt stärken:
Die KEFB gestaltet und vermittelt praxisnahe Präventionsfortbildungen für Mitarbeitende und Ehrenamtliche in allen kirchlichen Einrichtungen und Organisationen.
Bei der Neuordnung der Standorte und der inhaltlichen Bündelung soll soweit möglich nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. „Wir gestalten diesen Prozess aus einer Haltung der Zuversicht und Verantwortung heraus“, betont Geschäftsführerin Rita Hövelmann. „Veränderungen zu gestalten ist eine Herausforderung für alle – aber sie ist notwendig zur Weiterentwicklung und birgt große Chancen, um Erwachsenen- und Familienbildung mit Herz, Kompetenz und christlicher Orientierung auch in Zukunft verlässlich anbieten zu können. Alle, die mit uns arbeiten, lernen oder kooperieren, können sich darauf verlassen: Die KEFB bleibt ein Partner für Begegnung, Dialog, lebenslanges Lernen und gelebter Botschaft Jesu.“