Auf gute Nachbarschaft: 77.815 Euro für das WDR2-Weihnachtswunder
Bischof Franz-Josef Overbeck (links) und BiB-Vorstandssprecher Peter Güllmann präsentieren den Spendencheck. Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
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Bischof Overbeck ist beeindruckt: Er wohne jetzt seit 16 Jahren auf dem Burgplatz, „aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“. So viele friedliche Menschen stehen seit Samstagvormittag Tag und Nacht vor seiner Haustür Schlange, um am Glashaus des WDR2-Weihnachtswunders ihre Spenden für den Kampf gegen den Hunger gegen einen Musikwunsch zu tauschen. Overbeck hat sich dieses Fest am Wochenende immer mal wieder angeschaut – am Montagvormittag ist er nun selbst Gast im gläsernen Studio, das noch bis Mittwochabend vom Burgplatz vor dem Essener Dom aus sendet. Zusammen mit dem Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen (BiB), Peter Güllmann, interviewen ihn Jan Malte Andresen, Thomas Bug und Sabine Heinrich – Steffi Neu hatte Overbeck noch hinter den Kulissen begrüßt, sich dann angesichts ihres frühmorgendlichen Einsatzes jedoch in Richtung Bett verabschiedet.
Im Studio ist Overbeck nicht nur als Leiter des Ruhrbistums, sondern auch als der nächste Nachbarn des Weihnachtswunder-Events gefragt. „Ich kann gut schlafen“, antwortet Overbeck auf die Frage, ob ihn Livemusik-Auftritte und das 24-Stunden-Radioprogramm in seinem Vorgarten die Nachtruhe rauben. Da scheint es ihm besser zu gehen als dem Moderationsteam, das im kleinen Container-Dorf gleich hinter dem Studio logiert. Und dass das Weihnachtswunder das ernste Thema Hunger mit „viel Ramba-Zamba“ (Bug) verbindet, findet Overbeck richtig – das sei schließlich auch das Konzept der Kirche: „Wir müssen uns gut verkaufen und zugleich sensibel für die Nöte der Menschen sein.“
Overbeck: „Die Spendensumme darf ruhig noch wachsen.“
Kampagne „Hoffnung schenken“ läuft weiter
„Hoffnung schenken“, heißt die Kampagne, mit der das Bistum Essen seit mehreren Wochen in den Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen des Ruhrbistums auf das WDR2-Weihnachtswunder aufmerksam macht. Neben dem Spendensammeln regt die Kampagne mit Plakaten und Postkarten auch dazu an, sich angesichts von Ängsten und Nöten gegenseitig Hoffnung zu machen. Über die Internetseits kann auch weiterhin für das Weihnachtswunder gespendet werden. Mehr dazu unter: hoffnung.bistum-essen.de
Das ist für den Bischof nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis: Dutzende Gemeindegruppen, katholische Kitas, Schulen, Einrichtungen und Verbände sowie die Mitarbeitenden des Bistums, die Kundinnen und Kunden und die Belegschaft der BiB haben gemeinsam eine eindrucksvolle Spendensumme zusammengetragen. 77.815,10 Euro stehen auf dem symbolischen Scheck, den Overbeck und Güllmann gemeinsam in die Kamera halten. Damit unterstützen Bistum und BiB über das Weihnachtswunder der Kampf gegen den Hunger in der Welt und hier vor Ort. So kommen die Spendengelder des Weihnachtswunders der Aktion Deutschland Hilft und den Tafeln in NRW zugute. Der Bischof und der Bank-Chef betonten, dass es vor allem die vielen kleinen Aktionen gewesen seien, durch die diese eindrucksvolle Summe entstanden sei: Die BiB hatte ihre Kundschaft um Münzgeld als Spenden gebeten und diese Summen jeweils verdoppelt, viele Gemeindegruppen haben gebastelt, gebacken und gekocht und die Erlöse von Adventsbasaren oder Tannenbaumaktionen gespendet … Und damit nicht genug: Am Dienstag werden die Bischöflichen Schulen ihren Spendenbeitrag zum Glashaus bringen, und auch viele Gemeindegruppen haben sich für die beiden letzten Weihnachtswunder-Tage in Essen angekündigt.
„Auf weiterhin gute Nachbarschaft“, verabschiedet Moderator Bug den Bischof. „Die wird bleiben“, entgegnet Overbeck, „aber die Spendensumme darf ruhig noch wachsen“. Prompt schwenkt die WDR-Kamera auf Kinder aus der Katholischen Kita St. Augustinus, die gerade ihren Spendenumschlag mit weiteren 2000 Euro am Glashaus abgeben.



