von Thomas Rünker

Auf dem Essener Weihnachtsmarkt laden Adveniat und Caritas wieder ins Kerzenziehhaus ein

Bis zum vierten Advent können Menschen auf dem Essener Weihnachtsmarkt im vergrößerten Holzhaus am Essener Dom Kerzen ziehen und so ein Hilfsprojekt von Adveniat unterstützen. Zugleich gibt es Informationen über Essener Caritas-Angebote.

Ein warmer Bienenwachsduft zieht durch das Holzhaus am Essener Dom. Nach zwei Jahren Corona-Pause ist das Kerzenziehhaus zurück auf dem Weihnachtsmarkt. Am neuen, zentraleren Ort – direkt an der Kettwiger Straße neben dem Pavillon der Cityseelsorge - lädt es bis zum 4. Advent täglich dazu ein, sich mit Docht und Wachs einen Moment der Ruhe zu gönnen, später mit der Kerze sich selbst oder jemand anderen zu erfreuen und ein Hilfsprojekt in Kolumbien zu unterstützen.

Fürs Kerzenziehen ist vor allem Geduld gefragt, weiß Sigrid Sprock, die zusammen mit Hildegunde Müller dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen zeigt, wie man den Wollfaden richtig in den Wachs-Ofen taucht. „Ich durfte zwar schon ein paar Mal bei der Eröffnung des Kerzenziehhauses dabei sein, aber beim Kerzenziehen bin ich ein Neuling“, sagt Kufen und dankt Sprock und Müller stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Kerzenziehhaus, ohne die dieses Traditionsprojekt in der Essener Innenstadt nicht möglich wäre.

Nach über 20 Jahren steigt die Caritas mit ins Essener Kerzenziehhaus ein

Neu ist nicht nur der Standort des Kerzenziehhauses, sondern auch ein Teil der Mitwirkenden: Nach über 20 Jahren unter alleiniger Regie des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat ist der Essener Caritasverband als Partner mit in das Weihnachtsmarktprojekt eingestiegen. An die Seite von Kerzenziehhaus-Routiniers wie Sprock und Müller treten in den kommenden Wochen nun zahlreiche Ehren- und Hauptamtliche aus den verschiedensten Caritas-Einrichtungen der Stadt. „Ich war überrascht, wie viele sich sofort bereit erklärt haben, das Kerzenziehhaus zu unterstützen“, berichtet Caritasdirktor Björn Enno Hermans. Für den ältesten Caritasverband Deutschlands steht die Premiere im Kerzenziehhaus zudem am Ende seines Jubiläumsjahres zum 125-jährigen Bestehen. Auch Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier freut sich über die neue Kooperation: „Nach über 20 Jahren ist das Kerzenziehhaus so groß geworden, dass wir gesagt haben, das können und wollen wir nicht mehr alleine machen.“

Öffnungszeiten

Geöffnet ist das Kerzenziehhaus bis zum 18. Dezember, montags bis donnerstags von 14 bis 18 und freitags bis sonntags von 13 bis 19 Uhr.

Die fertigen Kerzen werden nach Gewicht abgerechnet. Mit dem Erlös unterstützt Adveniat ein Hilfsprojekt für venezuelanische Flüchtlingskinder in Kolumbien.

„Wir schön, dass Sie sich auf unserem Weihnachtsmarkt zurückgemeldet haben“, sagt OB Kufen zur Eröffnung. Er freue sich immer, wenn Essen auch öffentlich darauf aufmerksam machen könne, die „Adveniat-Stadt“ zu sein. Denn aus den vielfältigen Verbindungen zwischen Essen und Lateinamerika wisse er, wie wichtig die Arbeit des Essener Hilfswerks dort sei. Zugleich lobt Kufen die neue Zusammenarbeit mit der Caritas. „Unsere Gesellschaft wäre eine andere ohne das Engagement der Caritas und ihrer vielen Mitgliedsorganisationen.“ Gerade angesichts der aktuellen Krisen-Situation infolge des Ukraine-Kriegs sehe er „eine große Verantwortung und Rolle der Wohlfahrtsverbände zusammen mit den Kirchen und in Kooperation mit der Stadt zu helfen, die Gesellschaft zusammen zu halten“, hebt der Oberbürgermeister hervor.

Kerzenziehhaus lenkt den Blick nach Lateinamerika

„Der Krieg in der Ukraine überschattet im Moment viele andere Krisen“, sagt Sebastian Neugebauer, Leiter der Abteilung Weltkirche und Mission im Bistum Essen, der in Vertretung des erkrankten Weihbischofs Ludger Schepers zur Kerzenziehhaus-Eröffnung gekommen war. Da sei es gut, im Kerzenziehhaus auch auf Krisen in Lateinamerika hinweisen zu können: Mit dem Erlös aus Spenden und dem Verkauf der Kerzendochte unterstützt Adveniat ein Hilfsprojekt, das sich in Kolumbien um venezuelanische Flüchtlingskinder kümmert. „So wird eine kleiner Kerze hier zu einem Zeichen der Solidarität und Nähe mit Lateinamerika.“

Zugleich stehen nun soziale Herausforderungen und Hilfsangebote in Essen im Kerzenziehhaus im Fokus: Auf einer neu geschaffenen Aktionsfläche wird sich nun jeden Tag eine andere Caritas-Organisation mit ihren Angeboten vorstellen, um mit den Menschen auf der Essener Einkaufstraße ins Gespräch zu kommen.

Leiter Abteilung Weltkirche und Mission

Dr. Sebastian Neugebauer

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