von Thomas Rünker

100 Jahre Kirche Herz Jesu in Hagen-Rummenohl

Mitglieder der Kirchengemeinde und der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) feiern zusammen mit Weihbischof Zimmermann einen Gottesdienst und ein kleines Fest in der Kirche, die heute vor allem von der Jugendbildungsstätte der DPSG genutzt wird.

100 Jahre Kirche Herz-Jesu: Mit einem Gottesdienst und einem – coronabedingt – kleinen Fest haben Gemeindemitglieder und Pfadfinderinnen und Pfadfinder am Samstagabend die Weihe der kleinen Gemeindekirche in Hagen-Rummeohl vor 100 Jahren gefeiert, die heute vor allem von Gästen der dortigen Pfadfinder-Bildungsstätte genutzt wird.

Weihbischof Wilhelm Zimmermann erinnerte in seiner Predigt an die wechselvolle Geschichte der Kirche, die erst Pfarrkirche in der Diasporaregion des Volmetals war und schon Anfang der 1960er Jahre Gemeindekirche im Verbund mit Heilig Geist im benachbarten Hagen-Dahl wurde. 2009 übernahm die Jugendbildungsstätte der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) die Nutzung der Kirche, deren Mitglieder sich zudem in der anschließenden Renovierung engagierten.

Dieses Miteinander von Ortsgemeinde und Jugendverband wurde auch im Gottesdienst deutlich, den Weihbischof Zimmermann gemeinsam mit DPSG-Kurat Maximilian Strozyk und Pfarrer Claus Optenhöfel leitete, dem Pfarrer von Christus König in Halver, wozu die katholischen Christen in Hagen-Dahl und -Rummenohl inzwischen gehören. Gemeinsam mit Rafael Berger vom Rummenohler Pfadfinderstamm ließen Strozyk und Optenhöfel die drei Heiligenfiguren in der Kirche – Franziskus, Georg und Don Bosco – in einen Dialog treten und die Kirchengeschichte lebendig werden: Angefangen bei Friedrich Risse, einem Pfarrer aus Breckerfeld, der der festen Überzeugung war, dass auch die Katholikinnen und Katholiken im Volmetal eine eigene Kirche bräuchten. 1911 gründeten sie einen Kirchbauverein und Friedrich Risse „bettelte“ landauf, landab so erfolgreich, dass er bereits 1914 auf einem geschenkten Grundstück den Grundstein für die Kirche legen konnte, der heute noch zu sehen ist.

Wie die Geschichte der Kirche danach weiterging, hatten Ehrenamtliche in einer kleinen Ausstellung mit Fotos und Zeitungsausschnitten dokumentiert. Nach dem Gottesdienst gab es zudem bei einem kleinen Imbiss in der Kirche Gelegenheit, die eine oder andere Anekdote aus der 100-jährigen Kirchengeschichte im Gespräch Revue passieren zu lassen.

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