Weihbischof Schepers entsendet Freiwillige zum „Seitenwechsel“

Nach einem Gottesdienst in der Essen-Werdener Ludgerus-Basilika fliegen neun Jugendliche aus dem Ruhrbistum in den kommenden Wochen zu einjährigen Freiwilligen-Einsätzen in katholischen Einrichtungen in Afrika und Lateinamerika.

Ab Juli fliegen neun Jugendliche zu Freiwilligen-Einsätzen in Peru, Tansania, Bolivien und Panama

"Seitenwechsel"-Programm des Ruhrbistums

Einsatz in Nicaragua ist derzeit aufgrund von politischen Unruhen und noch unklar

Mit einem Gottesdienst in der Ludgerus-Basilika in Essen-Werden hat Weihbischof Ludger Schepers am Samstagabend neun Jugendliche für einen einjährigen Freiwilligendienst im Ausland ausgesandt. Die fünf Mädchen und vier Jungen aus Essen, Mülheim und Gelsenkirchen haben gerade ihr Abitur gemacht und werden ab Juli im Rahmen des „Seitenwechsel“-Projekts des Ruhrbistums in kirchlichen Einrichtungen in Peru, Panama, Tansania und Bolivien im Einsatz sein.

„Beim Seitenwechsel nach Tansania, Peru, Bolivien … werden Sie erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben“, gab Weihbischof Schepers, Bischofsvikar für die weltkirchlichen Kontakte im Bistum Essen, den jungen Leuten in seiner Predigt mit auf den Weg. „Es wird auf Ihre Fähigkeit ankommen, das Gute zu erkennen und dem, was der Menschenwürde widerspricht, Ihr Gutes Beispiel entgegen zu setzen.“ Bei ihren Einsätzen würden die „Seitenwechsel“-Teilnehmer „wahrnehmen, was es heißt, seinen Glauben an Jesus Christus öffentlich zu bekennen und selbst mutig nach diesem Wort und dem Willen Gottes zu leben.“

Aktuell arbeitet das „Seitenwechsel“-Programm mit sechs Einrichtungen in Afrika und Lateinamerika zusammen. So werden Malte Schubert und Miriam Raatz aus Essen künftig im Bistum Njombe im Südwesten Tansanias in katholischen Grundschulen eingesetzt werden – und Theresa Ahrens und Christina Hömberg, ebenfalls aus Essen, helfen im zentralbolivianischen Santa Cruz de la Sierra im Kinderheim „Hogar de niños“. In Peru kooperiert „Seitenwechsel“ mit zwei Einrichtungen in der Hauptstadt Lima: Jannik Sielaff wird sich im Männergefängnis „San Juan de Lurigancho“ im Team des aus dem Ruhrbistum stammenden Gefängnisseelsorgers Nobert Nikolai um Gefangene kümmern, während die Essenerinnen Dorothea Hellersberg und Viktoria Scheidmann in einer Schule und einer Tagesbetreuung für Kinder eingesetzt werden. Ebenfalls an eine Schule geht es für Niklas Körfer aus Mülheim – allerdings in Panama. Die Escuela Vocacional de Chapala des auch in Gelsenkirchen tätigen Amigonianer-Ordens, liegt eine halbe Autostunde westliche von Panama Stadt. Wenn sich dort im kommenden Januar Papst Franziskus mit hunderttausenden Jugendlichen zum Weltjugendtag trifft, wird die Gruppe aus dem Ruhrbistum auch einige Tage in der Schule der Amigonianer zu Gast sein.

Noch offen ist, in welchem Projekt der Essener Johannes Nowak sein „Seitenwechsel“-Jahr verbringen wird. Eigentlich sollte Nowak in Nicaragua in einem Kinderheim in der Hauptstadt Managua eingesetzt werden – doch angesichts der seit Monaten anhaltenden politischen Unruhen in dem mittelamerikanischen Land werden aus Sicherheitsgründen derzeit keine Freiwilligen nach Nicaragua entsandt. Ob sich die Lage angesichts des am Samstag nach Vermittlung der katholischen Kirche verkündeten Gewaltverzichts zwischen Regierung und der Bürgerrechts-Bewegung dauerhaft entspannt, ist derzeit noch offen.

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