Warum bringt ein Hase Eier?

Das Magazin BENE hat sich auf die Spur der typischen Ostersymbole begeben: Was haben ausgerechnet ein Hase und bunt gefärbte Eier mit dem Fest zu tun, an dem Christen die Auferstehung Jesu feiern?

Und was war zuerst da – der Hase oder das Ei? Darauf gibt es eine eindeutige Antwort: Das Ei war lange vor dem Osterhasen das Symbol des christlichen Auferstehungsfestes. Die Tradition lässt sich über 1000 Jahre zurückverfolgen: Am Ostermorgen schenkten die Christen einander durch Erhitzen haltbar gemachte Eier. Diese waren nicht bunt, sondern ausschließlich rot gefärbt. Das harte, kalte Ei mit der blutrot gefärbten Schale symbolisierte den Tod – hinter dem sich letztlich das Leben entdecken lässt, wenn man die Schale durchbricht. So wie damals die Frauen am Höhlengrab Jesu, als sie entdeckten, dass sein Leichnam verschwunden war.

Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest bunter: Man bemalte und verzierte Ostereier mit verschiedenen Farben und Techniken. In Österreich waren rote Eier übrigens bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 die Regel.

Der Osterhase war ursprünglich evangelisch: Er bekam um 1800 eine (Eier) tragende Rolle bei der Osterfeier des protestantischen Bürgertums in den Städten. Was er symbolisieren sollte? Gerne wird bei Erklärungsversuchen auf die Fruchtbarkeit der Hasen oder auf ihr Verhalten während der vorösterlichen Paarungszeit verwiesen: Hasen verharren still auf einer Stelle – die dann Ort der Eierablage sein könnte – um dann plötzlich davon zu hoppeln. Wirklich schlüssig ist das alles nicht: Mit dem eigentlichen Hintergrund des Osterfestes, dem Glauben daran, dass Jesus den Tod überwand, hat das Tier nichts zu tun.

Der komplette Artikel „Warum bringt ein Hase Eier?“ ist in der aktuellen Ausgabe des BENE-Magazins erschienen. Sie können ihn online unter www.bene-magazin.de abrufen.

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