„Viele Eindrücke und ein neues Gemeinschaftsgefühl“: Abschluss der Messdienerwallfahrt in Rom

Eine Woche voller spannender Begegnungen, Kultur und gemeinsamen Glauben: Rund 350 Messdiener aus dem Bistum erlebten die heilige Stadt auf der Romwallfahrt ganz nah, rückten näher zusammen, aber knüpften auch neue Kontakte.

Sieben gelb leuchtende Buchstaben halten die Messdiener vor dem Altar in der römischen Zwölf-Apostel-Kirche in den Händen. Von links nach rechts ergeben sie das Wort „Frieden.“ Begleitet hat dieser Begriff die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf der gesamten Wallfahrt. Unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“ traten sie ihre Pilgerreise vor einer Woche an. Seitdem trug jede Wohngruppe einen dieser Buchstaben in den Reisebussen und Häusern immer bei sich – in der großen Eucharistiefeier mit Bischof Franz-Josef Overbeck am Donnerstag, 2. August, wurden sie wieder vereint.

„Ich war sehr beeindruckt, wie gut die Gespräche unter den Messdienern funktioniert haben, wie sehr sich alle auf die Gebete und Lieder eingelassen haben“, sagt Overbeck nach der Wallfahrt. Auch die Papstaudienz auf dem Petersplatz beeindruckte den Ruhrbischof: „Ein besonderer Moment war für mich, als alle Messdiener gemeinsam in Stille für den Frieden gebetet haben.“ Er sei stolz auf die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die auch die große Hitze in Rom gut gemeistert hätten. Auch Sven Christer Scholven, der die Wallfahrt für das Bistum Essen leitete, ist zufrieden: „Ich bin überzeugt, dass unsere Ministrantenwallfahrt der Welt und uns persönlich gezeigt hat, dass Frieden bei uns selbst anfängt, indem wir uns begegnen und miteinander reden, aber auch gemeinsam essen, singen und beten.“

„Hier wächst man mehr zusammen“

„Es war total schön, so viele Eindrücke zu sammeln“, sagt Kinder- und Jugendleiterin Ronja Voigt. „Für unsere Gruppe war das ein ganz besonderes Erlebnis, ein ganz neues Gemeinschaftsgefühl. Hier wächst man eben mehr zusammen, als in einer normalen Gruppenstunde.“ Die 21-Jährige war mit ihrer Gruppe aus der Gemeinde Liebfrauen und insgesamt 50 Messdienern aus Gelsenkirchen in Rom, erkundete mit den Kindern und Jugendlichen neben dem offiziellen Programm vor allem die Stadt - trotz Hitze bei 35 Grad eine spannende Tour für alle. „Ein Highlight war das Kolosseum“, da sind sich Hanna Kampermann und Tim Steffentorweihen aus der Pfarrei Herz Jesu einig. „Das Beste an der Wallfahrt war für mich, das Leben in Rom mitzubekommen, vor allem an der Piazza Navona“, sagt Gruppenleiter Benedikt Lacher. Auch um 5 Uhr morgens aufstehen machte den Messdienern nichts aus – so konnten sie die 7-Uhr-Messe im Petersdom miterleben.

Blind Dates in der Innenstadt und großes Abschlussessen

Neben vielen Kulturausflügen in Rom und verdienten Pausen mit Eis in den schattigen Parks knüpften die Messdiener aus dem Bistum Essen viele neue Kontakte untereinander und zu anderen deutschen Bistümern – vor allem beim großen „Blind Date“ am Mittwochabend. „Wir wurden in völlig neue Gruppen eingeteilt und an Orte in ganz Rom geschickt. Dort haben wir uns dann spontan interviewt, um uns kennenzulernen; haben gebetet und gesungen – wie ein kleiner Flashmob“, erzählt Ronja. Der letzte Abend der Wallfahrt endete am Donnerstag nach der Eucharistiefeier mit einem großen Nudelessen mit dem Bischof. „Er saß mittendrin, ist aber auch zu uns gekommen. Das war sehr persönlich und nah“, sagt Ronja.

Insgesamt waren rund 60.000 Messdiener aus 19 Ländern nach Rom gefahren, etwa 50.000 kamen aus Deutschland. Aus dem Bistum Essen nahmen 350 Messdiener teil, die Kinder, Jugendliche und Erwachsenen kamen aus Gemeinden in Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Mülheim, Duisburg, Halver, Bochum, Hattingen, Sprockhövel und Schwelm.

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