Trotz guter Konjunktur bleibt Langzeitarbeitslosigkeit ein Problem

Ruhrbischof Overbeck und die Chefs der Arbeitsagenturen im Ruhrbistum befürworten Sozialen Arbeitsmarkt.

Das trotz der recht guten Konjunktur im Ruhrgebiet auch weiterhin bestehende Problem der Langzeitarbeitslosigkeit stand im Vordergrund eines Gespräches, das Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck am Mittwoch mit den Leiterinnen und Leitern der im Bereich des Bistums Essen liegenden Arbeitsagenturen geführt hat. Einerseits wurde dabei deutlich, dass gezielte Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt – gerade im Hinblick auf leistungsstärkere, besonders motivierte und integrationswillige Männer und Frauen – in vielen Fällen zu einem Erfolg führen. Andererseits war sich die Runde aber auch darin einig, dass ein großer Teil Langzeitarbeitsloser im Ruhrgebiet, darunter auch jüngere Flüchtlinge, aus sehr unterschiedlichen Gründen nicht mit den herkömmlichen Förderangeboten der Arbeitsagenturen erreicht, qualifiziert und vermittelt werden kann. Hier könnte nach Ansicht der Teilnehmer die Entwicklung eines Sozialen Arbeitsmarktes dazu beitragen, Langzeitarbeitslosen eine einfache Arbeit zu vermitteln und ihnen anstelle von Sozialhilfe einen entsprechenden Lohn zu zahlen („Passiv–Aktiv–Transfer“).

Einig waren sich die Beteiligten zudem darin, dass die unterschiedlichen Gremien, Behörden und Einrichtungen auf kommunaler und Landesbene noch besser miteinander vernetzt werden müssen, um den vielschichtigen Facetten des Problems der Langzeitarbeitslosigkeit gerecht werden zu können. Im Bereich des Ruhrbistums setzen sich zudem der Rat des Bischofs für Wirtschaft und Soziales sowie eine für August geplante „Ruhrgebiets-Tagung“ des Diözesancaritasverbandes Essen mit dem Thema auseinander.

Mit Blick auf die vielerorts besonders schwierige Arbeitsmarktsituation im Ruhrgebiet trifft sich Bischof Overbeck regelmäßig zu Besprechungen mit den Leitungen der Arbeitsagenturen.

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