Trauer um Weggefährten Franz Drabiniok

Am Mittwoch ist der ehemalige Vorsitzende des Kreuzbundes, Franz Drabiniok, gestorben.

Franz Drabiniok, der langjährige Vorsitzende des Kreuzbunds im Bistum Essen, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Drabiniok war von 2005 bis März 2017 Vorsitzender des Kreuzbund-Diözesanverbandes Essen und ein geschätzter Gesprächspartner in der Sucht-Selbsthilfe. Er war am Mittwoch einer vor einem Jahr diagnostizierten Krebserkrankung erlegen.

Bischof Franz-Josef Overbeck würdigte den Verstorbenen als einen sympathischen und beharrlichen Menschen, dessen ganzer Einsatz der Sucht-Selbsthilfe galt. „Mit großem persönlichen Engagement war Franz Drabiniok nicht nur im Kreuzbund tätig, sondern hat als externer Suchtbeauftragter auch Mitarbeitende im Bischöflichen Generalvikariat in Suchtfragen professionell und mit Einfühlungsvermögen beraten. Sein tiefer Glaube sowie seine Fähigkeit, offen zu seiner eigenen suchtbedingten Begrenztheit zu stehen, haben mich stets sehr beeindruckt", sagte Overbeck.

Seine Weggefährten – wie sich die Kreuzbund-Mitglieder nennen – trauern um einen großartigen und warmherzigen Menschen. „Obwohl wir von seiner schweren Erkrankung wussten, hat uns sein plötzlicher Tod tief bestürzt und sehr betroffen gemacht“, sagt Michael Hülsen, der Drabiniok im März 2017 in seinem Amt als Vorsitzender nachfolgte. Drabiniok war seit 2001 im Kreuzbund-Diözesanverband Essen, davon 14 Jahre als Vorsitzender. Ein besonderes Anliegen war ihm die Qualifizierung der Selbsthilfe-Gruppenleiter, für die er 2006 regelmäßige Gruppenleitertreffen auf Bistumsebene einführte. Außerdem war Drabiniok ein engagierter Caritas-Mann, hat den Kreuzbund in der Delegiertenversammlung des Caritasverbandes für das Bistum Essen vertreten und war von 2008 bis 2015 Mitglied im Caritasrat. Von 2005 bis 2013 hat er den Kreuzbund Diözesanverband Essen zudem in der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Sucht in NW (KLAGS) vertreten und war Mitglied in verschiedenen Bundeskommissionen des Verbandes.

Hildegard Pleuse, Referentin für Suchthilfe beim Caritasverband für das Bistum Essen: „Die Form der Zusammenarbeit zwischen den Beratungsstellen der Suchthilfe und dem Kreuzbund als Sucht-Selbsthilfeverband im Bistum Essen, ist einmalig in der Bundesrepublik. Auch auf der Bundesebene hat Franz Drabiniok durch seine nachhaltige und zielgerichtete Arbeit große Verdienste für den Kreuzbund erworben. Sein Einsatz galt immer dem Wohl der Weggefährtinnen und Weggefährten und der Verbandsarbeit. Wir danken ihm, dass er sich mit viel Zeit, Herzblut, Energie, Kraft und persönlichem Engagement für die Vorstandsarbeit eingesetzt hat.“

Stichwort: Der Kreuzbund im Bistum Essen

In rund 1400 Gruppen treffen sich wöchentlich rund 25.000 Menschen in Selbsthilfegruppen, suchen das Gespräch und suchtmittelfreie Geselligkeit und helfen sich gegenseitig eine zufriedene Abstinenz zu erreichen.

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