von Thomas Rünker

"Träumt nicht von einer anderen Welt, sondern lasst euch ganz und gar nieder, wo ihr jetzt seid"

Generalvikar Klaus Pfeffer und Dompropst Thomas Zander haben mit einem fröhlichen Gottesdienst im Dom gemeinsam ihre 25-jährigen Priesterjubiläen gefeiert.

Mit einem festlich-fröhlichen Gottesdienst haben Generalvikar Klaus Pfeffer und Dompropst Thomas Zander am Pfingstmontag mit Bischof Franz-Josef Overbeck und mehreren hundert Gläubigen im Essener Dom ihre 25-jährigen Priesterjubiläen gefeiert. In ihrer gemeinsam vorgetragenen Predigt machten sie deutlich, dass die katholische Kirche auch während ihrer Ausbildung Ende der 80er und Anfang der 90er-Jahre „kein behaglicher Rückzugsort“ gewesen sei. Noch geprägt von volkskirchlichen Strukturen sei auch damals schon deutlich geworden, wie sehr gesellschaftliche Umbrüche diese in Frage stellten. Bis heute prägen Umbrüche und Veränderungen, die beiden Priester – erst recht seit der aus dem sauerländischen Neuenrade stammende Pfeffer und der in Gelsenkirchen-Buer aufgewachsene Zander in herausragenden Positionen im Ruhrbistum Verantwortung tragen.

Pfeffer und Zander zitierten den Bibel-Spruch des Propheten Jeremia, der vor 25 Jahren als Motto über ihrer Priesterweihe stand: „Ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.“ Ein Satz, der die beide Priester bis heute prägt. „Er bewahrt geradezu davor, das Heil der Kirche und natürlich auch das Heil für das eigene Leben nur von den eigenen Plänen und Vorstellungen zu erwarten“, sagte Pfeffer. Zudem solle man sich angesichts aktueller Herausforderungen nicht in die Vergangenheit zurück wünschen. „Träumt nicht von einer anderen Welt, sondern lasst euch ganz und gar nieder, wo ihr jetzt seid, wo Gott euch hingestellt hat“, habe der Prophet sinngemäß gesagt, so Zander.

Wie sehr sich die Kirche im Bistum Essen in den vergangenen 25 Jahren verändert hat, machte auch Bischof Overbeck in seinem Grußwort deutlich. Früher seien Priesterjubiläen Veranstaltungen gewesen, bei denen geistlichen Herren meist in gesetztem Alter, umringt von Bischöfen, Priestern und vielen Gläubigen ihren Gedenktag feierten. Heute sei das Fest „bunt, munter und Abbild einer Kirche, die sich erneuert mitten in einer der vielfältigsten Regionen in Deutschland und Europa“. Overbeck spielte auf die Musik im Gottesdienst an, die mit einer kraftvollen Band und dem Vokalensemble der Dommusik die moderne „Mainzer Dom-Messe“ von Thomas Gabriel vortrug. Und er verwies auf die vielfältige Gottesdienstgemeinde im Dom. All dies sei Ausdruck einer „Freiheitsgeschichte“, die auch die Ausbildung und das Leben von Pfeffer und Zander geprägt habe. Seinen Generalvikar Pfeffer würdigte Overbeck als „Mann des Wortes und des Dienstes – mit einer gewissen sauerländischen Hartnäckigkeit.“ Das erste Wort im Zukunftsbild des Bistums – „berührt“ – sei „ein Wasserzeichen seines Lebens“. Zander verbinde in seinem Leben wie in seinem Amt als Dompropst „lange Traditionen mit einer großen Freiheit“, so Overbeck.

Nach dem Gottesdienst feierten die Jubilare mit ihren Gästen auf dem Domhof. Dort überbrachte unter anderem Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) zusammen mit seinem Lebenspartner David Lüngen die Glückwünsche der Stadt Essen. Als Geschenk überreichte Kufen Zander und Pfeffer jeweils Figuren der Essener Stadtpatrone Cosmas und Damian. Als Vertreterin der Evangelischen Kirche in Essen gratulierte Superintendentin Marion Greve den beiden Jubilaren.

Die Predigt im Wortlaut (pdf):

Das Grußwort von Bischof Overbeck (pdf):

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