von Cordula Spangenberg

Talente, Wünsche, Lebensglück

Bistum Essen schließt die Diözesanstelle Berufungspastoral und setzt „Berufungs-Coaches“ ein: Eine Begleitung junger Menschen, die sich für einen Beruf in der Seelsorge interessieren

„Berufungs-Coaches“ aus allen pastoralen Berufsgruppen

Unter dem Titel „Geht hinaus!“ berät und begleitet die Diözesanstelle für Berufungspastoral im Bistum Essen junge Menschen, die sich für einen Beruf in der Seelsorge interessieren. Weil das Bistum Essen mit dem knapper werdenden Geld nachhaltig wirtschaften muss, wird die seit über 20 Jahren in dieser Form arbeitende Diözesanstelle Berufungspastoral zum Jahresende 2016 geschlossen. Ihre bisherigen Aufgaben werden von anderen pastoralen Mitarbeitern im Bistum Essen übernommen.

Die drei Mitarbeiter von „Geht hinaus!“ werden an anderen Orten in der Seelsorge eingesetzt. Künftig werden aus jeder der pastoralen Berufsgruppen im Bistum – Priester, Diakon, Pastoral- und Gemeindereferent – sogenannte „Berufungs-Coaches“ ausgewählt und weitergebildet, damit sie neben ihren sonstigen Aufgaben als Ansprechpartner und geistliche Begleiter für Interessenten bereit stehen können. Außerdem laden Weihbischof Ludger Schepers und Ingelore Engbrocks, Bischöfliche Beauftragte für die Ausbildung des Pastoralen Personals und bisherige Leiterin von „Geht hinaus!“, gemeinsam zum "Netzwerk Berufung" ein. In diesem Netzwerk entwickeln Seelsorgerinnen und Seelsorger gemeinsam Ideen und Konzepte für den Bereich der Berufungspastoral.

„Natürlich brauchen wir dringend junge Menschen, die mit Freude und Begeisterung in der Kirche von Essen arbeiten möchten“, sagte Ingelore Engbrocks. Die organisatorische Veränderung dürfe das Engagement des Ruhrbistums für den eigenen Nachwuchs keineswegs schmälern. Dies sei aber nicht allein an eine administrative Struktur gebunden, sagte Engbrocks und verwies auf Papst Franziskus, der Ende Oktober in Rom den Teilnehmern eines Berufungs-Kongresses sagte: „Das Wort ,Berufungspastoral‘ lässt an einen der vielen kirchlichen Bereiche denken, an ein Kurienbüro oder vielleicht ein Projekt in Arbeit.“ Für den Papst hingegen ist entscheidend: „Ich sage ja nicht, das wäre nicht wichtig, aber es geht um mehr: Berufungspastoral ist eine Begegnung mit dem Herrn!“ Und sie passiere üblicherweise „nicht nach einer Konferenz oder durch eine schöne Theorie, sondern durch die Erfahrung des barmherzigen Blickes Jesu auf mich“.

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