von Angelika Wölk

Schutzengelpreis der Stiftung „Für Kinder“

Bischof Overbeck zeichnete vier Preisträger aus. „Sie wirken mit an der Bildung des Herzens der Kinder.“

Die Stiftung „Für Kinder“ im Bistum Essen hat am Montagabend zum dritten Mal den Preis „Schutzengel für Kinder“ verliehen. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck überreichte die Auszeichnung bei einer Festveranstaltung in den Räumen des Unternehmens Evonik Industries in Essen an die vier Preisträger. Sie haben sich in besonderem Maß für die Förderung von benachteiligten Kindern, für die Bekämpfung von Kinderarmut oder die Partizipation von Kindern eingesetzt. Der Ruhrbischof sprach dabei einen Wert, ein Anliegen an, das alle Preisträger verbinde: Sie würden daran mitwirken, dass Kinder neben der körperlichen, geistigen und seelischen Unterstützung noch etwas Wesentliches erführen: Herzensbildung.

Den Schutzengelpreis 2016 erhielten das Friedensdorf International in Oberhausen/Dinslaken, das Lavia-Institut für Familientrauerbegleitung in Gelsenkirchen und Karl Dimmers alias Clown Charly aus Hattingen. Einen Sonderpreis erhielt der frühere Fußballer und jetzige Fußballtrainer Gerald Asamoah aus Marl, der eine Stiftung für herzkranke Kinder gegründet hat.

Das Friedensdorf fliegt kranke und verletzte Kinder aus den Krisengebieten der Welt zur medizinischen Behandlung nach Deutschland und betreut sie in dieser Zeit. Das Familientrauerinstitut Lavia unterstützt Kinder und Jugendliche, die einen Angehörigen durch Tod verloren haben, bei der Trauer. Der pensionierte Lehrer Karl Dimmers besucht als Clown Charly Kinder in Kliniken oder im Hospiz und geht auch in Kindertageseinrichtungen, um Kindern Freude und einen Moment der Unbeschwertheit zu schenken. Gerald Asamoah ist trotz seines Herzfehlers Profi-Fußballer geworden. Er hat eine Stiftung gegründet, um herzkranken Kindern zu helfen und um Vorbild für sie zu sein, trotz ihrer Erkrankung den Mut nicht aufzugeben.

Generalvikar Klaus Pfeffer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Für Kinder“ und zugleich Gastgeber der Festveranstaltung, hob vor den Anwesenden auch das vorbildhafte Handeln der Preisträger und der Nominierten hervor. Häufig, sagte er nicht ohne selbstkritisch auch auf die Kirche zu blicken, werde Unterstützung für die junge Generation von Kirche, Staat und Gesellschaft gefordert, abstrakt also von Institutionen. Die Preisträger jedoch seien „hier, weil sie sich ihrer Mitverantwortung bewusst“ seien. Sie machten sich ganz konkret dafür stark, „dass der Einsatz für Kinder heute Aufmerksamkeit, Würdigung und Werbung“ erfahre. Der Generalvikar bezeichnete die Lage vieler Kinder vor allem im Ruhrgebiet als „dramatisch“. Sie gehörten zu den Ärmsten der Gesellschaft.

Der Schutzengelpreis ist mit 1000 Euro dotiert. Den Betrag zahlt nicht die Stiftung aus, er wird eigens für diesen Zweck von der Bank im Bistum Essen gespendet. Eine Jury beschließt jeweils, wer den Preis erhält. In diesem Jahr gehörten dem Gremium neben dem Stiftungsvorstand auch die Recklinghausener Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und der Evonik-Personalvorstand und -Arbeitsdirektor Thomas Wessel an.

Die Rede von Generalvikar Pfeffer:

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