von Thomas Rünker

Ruhrmuseum zeigt „Der geteilte Himmel“

Das Verhältnis und Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr steht im Jahr des Reformationsgedenkens im Fokus einer Sonderausstellung auf der Essener Zeche Zollverein.

Eröffnung mit 1200 Ehrengästen

Mit einem Festakt und rund 1200 Gästen aus Kultur, Kirche, Politik und Gesellschaft hat das Ruhrmuseum auf der Essener Zeche Zollverein am Sonntagabend die Sonderausstellung „Der geteilte Himmel“ zum Reformationsgedenken eröffnet. Bis zum Reformationstag am 31. Oktober läuft die Schau, die das Verhältnis und Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr präsentiert. Zur Auftaktveranstaltung mit Museumsdirektor Heinrich Theodor Grütter waren neben dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, auch die Kultur-Staatsministerin der Bundesregierung, Monika Grütters (CDU), und NRW-Kulturministerin Christiane Kampmann (SPD) nach Zollverein gekommen.

In zehn chronologischen Kapiteln vom Spätmittelalter bis heute und zehn Seitenkabinetten zu Themen wie „Frömmigkeit“, „Heilige Schriften“ oder „Tod und Jenseits“ zeigt das Museum mehr als 800 Exponate von 250 Leihgebern. Zahlreiche Museen, Archive und Bibliotheken, aber auch viele Religionsgemeinschaften und Privatpersonen stellen teilweise noch nie ausgestellte Stücke zur Verfügung. Neben Gemälden und Skulpturen finden sich Altargeräte, Möbel, Textilien, Grafiken und Bücher. Highlights sind großformatige Ölgemälde aus der Frühen Neuzeit aus Bonn und Utrecht, die Kanzel einer muslimisch-arabischen Gemeinde in Bochum, der erste gedruckte Koran, Ausstattungsstücke aus Tempeln und Synagogen des Ruhrgebiets, kostbare Abendmahls-Gegenstände, wertvolle Handschriften wie ein bunt illustriertes Pilgerbuch, frühe Druckschriften, eine Beschneidungsbank, Ikonen sowie Statuen aus dem Essener Domschatz.

Im Ruhrmuseum knüpft „Der geteilte Himmel“ dabei an eine Reihe von Sonderausstellungen mit religiösen Themen an, nach der großen Mittelalterausstellung „Gold vor Schwarz“ im Jahr 2008/09 und der Ausstellung zu Spätantike und Frühmittelalter „Werdendes Ruhrgebiet“ im Jahr 2015 präsentiert die aktuelle Schau in den fensterlosen Bunkern der 12-Meter-Ebene die darauffolgende Zeit von der Reformation bis heute. Dabei ist §Der geteilte Himmel“ Teil des gleichnamigen Projekts des Ruhr Museums mit dem Essener Forum Kreuzeskirche und dem Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck, das ein ganzjähriges Programm zum Reformationsgedenken erarbeitet hat.

„Der geteilte Himmel“ ist als Sonderausstellung des Ruhr Museums täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 7, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schüler und Studierendengruppen im Rahmen einer Führung ist der Eintritt frei.

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